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Unruhen in Karachi: Bereits 70 Tote

Von WZ Online

Politik

Karachi. In der pakistanischen Finanzmetropole Karachi ist es am Mittwoch den zweiten Tag in Folge zu blutigen Auseinandersetzungen gekommen. Nach Angaben der Provinzregierung von Sindh wurden seit Beginn der Unruhen, die offenbar durch den Mord an einem Politiker ausgelöst wurden, insgesamt 70 Menschen getötet und rund 120 weitere verletzt. Bereits am Dienstag starben 46 Menschen


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In der Nacht und am Mittwoch selbst seien 24 weitere ums Leben gekommen, sagte ein Sprecher der Regierung der südpakistanischen Provinz. 20 der Verletzten seien in "kritischer Verfassung".

Auslöser der Gewalt war offenbar der Tod des Abgeordneten Raza Haider, der am Montag von Unbekannten erschossen wurde. Haider gehörte der Partei Muttahida Qaumi Movement (MQM) an, die in Sindh an der Regierung beteiligt ist. Nach seiner Ermordung fielen in mehreren Teilen der 16-Millionen-Metropole Schüsse. Mehrere Fahrzeuge, eine Tankstelle und Geschäfte wurden in Brand gesetzt. In den Straßen der Finanzmetropole marschierten Sicherheitskräfte auf. Die Behörden ordneten die Schließung aller Schulen in Karachi sowie im rund 170 Kilometer entfernten Hyderabad an, wo es ebenfalls zu Unruhen gekommen war.

In der Provinz Sindh bildet die MQM mit der Volkspartei PPP von Staatschef Asif Ali Zardari eine Koalition. In Karachi gibt es immer wieder Unruhen zwischen deren Anhängern und den Unterstützern der paschtunischen Bevölkerungsgruppe. (APA/AFP)

Tod und Chaos in Karachi