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Unschuldig mit Schönheitsfleck

Von Tamara Arthofer

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Da war er nun, der nächste gefallene Rad-Held, drückte auf die Tränendrüse, plädierte auf unschuldig und kündigte die Bekämpfung der vom spanischen Verband angekündigten Einjahressperre an, notfalls vor dem obersten Sportgerichtshof CAS.


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Nie habe er, Alberto Contador, gedopt, das ihm nachgewiesene Präparat Clenbuterol muss im verzehrten Fleisch gewesen sein. Der Verband wollte dies nicht ganz ausschließen und verhängte nur eine Ein- statt einer Zweijahressperre. Ob der CAS das ebenso salomonisch beurteilt wie die Spanier, die dazu neigen, bei ihren Sporthelden die Samthandschuhe auszupacken? Das Clenbuterol, die angeblich auch gefundenen Weichmacher-Spuren sowie die Tatsache, dass Contadors Initialen schon einmal auf mysteriöse Weise von der Kundenliste eines Dopingarztes verschwunden sind, ergeben eben ein glaubwürdigeres Bild als das vom Unschuldslamm und bösen Fleisch.