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Unternehmen holt sich Geld für Akquisitionen von der Börse

Von Rosa Eder

Wirtschaft

Der 1932 gegründete Kranhersteller Palfinger wird am 4. Juni 1999 erstmals an der Wiener Börse notieren.


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"Wir sind offen für Akquisitionen von Herstellern ergänzender Produkte und von Vertriebsgesellschaften", gab Finanzvorstand Johannes Kikinger am Dienstag vor Journalisten die Richtung vor, wozu

die Mittel aus dem Börsegang verwendet werden sollen.

Angeboten werden unter dem Lead-Management der CA IB Investmentbank 870.000 junge sowie 1,130.000 alte auf den Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht und mit einem anteiligen Betrag des

Grundkapitals von 2 Euro. Bei entsprechender Nachfrage können weitere 200.000 Stück Aktien ("Greenshoe-Aktien") plaziert werden, sodaß ein Emissionserlös von bis zu 726 Mill. Schilling zu

erwarten ist. Die Angebotsfrist läuft vom 26. Mai bis 1. Juni 1999, der Preis der Aktie wird voraussichtlich am 2. Juni veröffentlicht. Die Mitarbeiter können bis zu 150 Stück Aktien kaufen und

erhalten dabei einen Rabatt von 20%.

Derzeit steht Palfinger zu 77,4% im Besitz der Familie Palfinger, der Rest gehört einer Gruppe von Beteiligungsgesellschaften unter der Führung der Unternehmens Invest AG (UIAG). Sollte die Greenshoe-

Option vollständig ausgenützt werden, wird der Streubesitz nach dem IPO (Initial Public Offer) 25,7% betragen, sagte CA IB-Vorstandsdirektor Franz Kubik, der Palfinger das Attribut "Young Performer"

verlieh. Die Aktionäre sollen vom weiteren Wachstum des Unternehmens durch eine Ausschüttungsquote von rund 33% teilhaben.