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US-Banken: Noch mehr Geld

Von WZ-Korrespondent John Dyer

Wirtschaft
Kritiker befürchten Panikreaktionen nach der Veröffentlichung, Fed-Chef Bernanke verteidigte die Tests. Foto: reu ters

Stresstest: 10 von 19 Großbanken haben Kapitalbedarf. | Bank of America braucht weitere 34 Milliarden Dollar. | Boston. Mehrere US-Großbanken werden zusätzliche Regierungsgelder benötigen. Das ist das Ergebnis des Belastungstests, dem sich 19 US-Finanzinstitutionen unterziehen mussten und dessen Ergebnisse heute, Donnerstag, veröffentlicht werden sollen.


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Schon vorab verlautete aus Regierungskreisen, dass die Bank of America (BoA) voraussichtlich 34 Milliarden Dollar (26 Milliarden Euro) an Steuerzahlergeld brauchen werde. Die Bank wies dies umgehend zurück: Das Unternehmen habe eine Anzahl von Optionen, um Kapital aufzunehmen und sei nicht auf Steuergeld angewiesen, sagte Finanzchef Steele Alphin.

Angeblich sollen 10 von 19 Banken noch zusätzliches Geld brauchen. Citigroup werde zehn Milliarden benötigen. BoA und Citigroup haben schon je 45 Milliarden an Staatsgeldern aus dem 700 Milliarden umfassenden Banken-Rettungsschirm erhalten. Auch Wells Fargo werde weitere Regierungsgelder brauchen, hieß es. Summen wurden jedoch nicht genannt.

Im Stresstest wurden von den staatlichen Prüfern die Banken auf den Kopf gestellt, um herauszufinden, wie die finanzielle Lage, die Bilanzen und die mehr oder minder gut versteckten "toxischen" Anlagen tatsächlich zu bewerten sind. Dabei hat sich gezeigt, dass andere US-Großbanken wie die Bank of New York Mellon, Goldman Sachs und JPMorgan Chase gesund genug sind, um mit der Rückzahlung der Rettungsgelder an Washington zu beginnen.

Als Info für die Anleger

Nach der Veröffentlichung haben die Banken sechs Monate Zeit, einen Finanzplan zu entwickeln. Andernfalls können sie gezwungen werden, weitere Staatsgelder und staatliche Aufsicht zu akzeptieren.

Präsidentensprecher Robert Gibbs sagte, Barack Obama hoffe, dass weitere staatliche Finanzhilfen nicht notwendig seien. Er gehe davon aus, dass die Banken versuchen werden, ihr benötigtes Kapital durch private Geldgeber oder durch Verkauf von Vermögenswerten aufzubringen.

Notenbankchef Ben Bernanke erklärte, er wünsche, dass die Banken Geld von Anlagern besorgen würden, denen die Ergebnisse des Stress-Tests als Information über die wahre Lage der Bank dienen könnten. Denn diese spiegelten die "finanzielle Situation jener Banken akkurat wieder", so Bernanke vor einem Kongress-Ausschuss.