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Veränderung braucht Zeit

Von Matthias Nagl

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Es muss immer etwas passieren, bevor etwas passiert. Diesen zutiefst österreichischen Schluss zog vor einem Jahr auch Fußballdeutschland, nachdem sich der an Depression erkrankte Profi Robert Enke das Leben genommen hatte. Am gestrigen ersten Jahrestag dominierte der Tenor, dass seither eben nicht viel passiert sei. Dass im Fußball immer noch gnadenloses Leistungsdenken dominiert. Doch darauf zu hoffen, dass sich ein seit Jahrzehnten festgefahrenes System durch einen einzelnen, wenn auch noch so tragischen Vorfall, nachhaltig ändert, war wohl naiv. Ob sich im Mikrokosmos einzelner Vereine nicht doch etwas getan hat, lässt sich von außen schwer beurteilen. Und jene, die am lautesten nach Veränderung schreien, hätten wohl auch keinen Blick dafür.