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Verbund wildert in der Ostregion

Von Veronika Gasser

Wirtschaft

Der Verbund will vor allem im Gebiet der EnergieAllianz, also in Ostösterreich, neue Kunden gewinnen. Die Preisschlacht ist im Gang, wer früh einsteigt, bekommt die Kilowattstunde für 3,87 Cent.


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Das Interesse der Haushalte an Verbund-Strom ist groß, heißt es aus der Verbund-Zentrale. Es gibt auch schon eine Handvoll Kunden, die einen Vertrag unterzeichnet haben. Geworben wird neben dem attraktiven Preis von 4,3 Cent je KWh - im ersten Jahr gibt es zusätzlich einen Einsteigerrabatt von 10% - damit, dass es keine Bindefrist gibt. Wer einen anderen Kunden wirbt, bekommt außerdem 15 Euro auf der Stromrechnung gutgeschrieben. Ab einem Verbrauch von 3.000 kWh pro Jahr entfällt die Grundgebühr von 5 Euro.

Laut Verbund-Sprecher Gerald Schulze ist der Strom des neuen Anbieters um 20 bis 28% günstiger als jener der Landesversorger der Ostregion (Energie AG, Linz AG, Wienenergie, Bewag und EVN), welche die EngergieAllianz bilden. Ähnlich sei die Situation für Gewerbebetriebe, diesen wird die Verbund-Energie für 4,3 Cent angeboten. Durch die hohe Konzentration an Kunden ist das Revier der EnergieAllianz bestens zum Wildern geeignet.

Ab Mitte Juli wird in Fernsehspots um Haushalte geworben. Es gab keine Erhöhung des Marketingbudget, erklärt Schulze. "Das Geld wurde umgeschichtet."

An Großkunden darf sich der Verbund wegen eines Stillhalteabkommens mit der slowenischen Istrabenz nicht heranpirschen. Es gibt aber Bestrebungen, dieses Wettbewerbsverbot loszuwerden.

Die Landesversorger fordern, dass auch ihnen der Verbund den Strom zu denselben günstigen Konditionen anbietet. Sollte das nicht geschehen, drohen sie mit Abnahmeboykott. Sie prüfen, ob bei solchen nur für Haushalte geltenden Dumpingangeboten die Prinzipien der Gleichbehandlung verletzt werden.

http://www.verbund.at