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Versicherung rasch kontaktieren

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

Großteil der Schäden wurde bereits gemeldet. | Assekuranzen: Hunderttausende Euro bereits ausgezahlt. | Wien. Das Wasser geht zurück, doch die Schäden bleiben. Nun ist rasches Handeln der Versicherungen gefragt.


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Die Hochwasserversicherung ist üblicherweise Teil der Eigenheim- und Haushaltsversicherung bzw. der Gewerbebündelversicherung bei Betrieben. Ausschlaggebend dafür, wie viel die Versicherten ersetzt bekommen, ist die Höhe der Versicherungssumme. Beim Abschluss einer Versicherung sollten die Kunden explizit danach fragen, ob ein Versicherungsschutz für Hochwasser enthalten ist, rät die Generali Vienna, Marktführer bei den Schaden- und Unfallversicherungen in Niederösterreich - dem Gebiet, das am stärksten vom Hochwasser betroffen ist.

Wer durch das Hochwasser geschädigt wurde, sollte "so rasch wie möglich seinen Versicherungsbetreuer kontaktieren und den Schaden melden", empfiehlt der stellvertretende Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung, Johannes Coreth. Eine Vorgehensweise, welche die meisten Hochwasseropfer beherzigen dürften: "Ein großer Teil der Schäden dürfte bereits gemeldet sein", heißt es etwa von Seiten der Generali. Dort wurden bisher rund 100 Schäden gemeldet, bei der Nummer zwei am Markt, der Niederösterreichischen Versicherung, waren es bisher rund 150 Fälle, auch bei der Wiener Städtischen bewegt sich die Anzahl der Schadensmeldungen im dreistelligen Bereich. Bei der Hagelversicherung sind bisher gut 40 Schadensmeldungen eingegangen. Mehrere hundert Hektar Getreide wurden zerstört. Den Versicherten wird die Aussaat ersetzt.

Schaden fotografieren

Zudem sollten die Geschädigten nach Möglichkeit angeben, wie hoch das Wasser im Gebäude gestanden ist (Keller, Erdgeschoß, etc.) und ob nur Bauschäden vorliegen oder auch Schäden an der Einrichtung entstanden sind. "Besonders hilfreich sind Fotos", erläutern die Experten der Generali. Laut Angaben der Versicherungen sind auch schon hunderttausende Euro an Versicherungszahlungen geflossen. Das gesamte Ausmaß der Schäden wird nach Schätzungen der Versicherungen deutlich unter jenem des Hochwassers im Jahre 2002 liegen, bei dem ein viel größerer Teil Österreichs betroffen war. Bei der Niederösterreichischen Versicherung rechnet man mit einem Volumen von etwa zwei Mio. Euro, während die Assekuranz 2002 rund 12,7 Mio. Euro an Leistungen für Hochwasserschäden ausgezahlt hat. Die Schätzungen der Wiener Städtischen belaufen sich auf drei Mio. Euro, was etwa 5 Prozent des Aufwands durch das Hochwasser 2002 entspricht.