)
Warum will Birgit Fischer mit 50 noch einmal zu Olympia?
Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 14 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.
Warum tut man sich das noch an? Ist das Geld zu knapp, die Gier nach dem Rampenlicht dafür zu groß? Das hören Sportler, die nach einer respektablen Karriere zurückgetreten sind, um später doch wiederanzufangen, häufig, mögen sie nun Thomas Muster, Lance Armstrong, Michael Schumacher, Ian Thorpe oder eben Birgit Fischer heißen. Sollte es dann nicht mehr klappen, ist Hohn nicht fern. Wer den Schaden hat, braucht eben für den Spott nicht mehr zu sorgen.
Doch das ist die falsche Reaktion. So oder so kann sich der deutsche Kanuverband freuen, so viele Zuschauer wie bei den Qualifikationsrennen, wenn die Grande Dame wieder ins Boot steigt, wird es nicht alle Tage geben. Und alleine der Ehrgeiz, mit 50 Jahren noch einmal anzufangen, ist schon bewundernswert, dass man sich dafür ein Ziel setzen muss, eigentlich klar. Fischer weiß sehr gut, dass ihres hoch gegriffen und die Wahrscheinlichkeit, an Olympia teilzunehmen oder dort gar um die Medaillen zu fahren, eher gering ist. Trotzdem hat ihr Ansatz wahrscheinlich mehr mit dem Olympischen Geist zu tun als das ständige Profitstreben, zu dem dieser bisweilen verkommen ist.
)
)
)
)