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VerwirrenderWildwuchs bei Uni-Zugang

Von Heiner Boberski

Wissen

Manche Fakultäten entscheiden noch im September über die Aufnahme. | Anderswo müssen Studenten Monate bangen. | Wien. In den letzten Stunden haben nun alle Universitäten geklärt, wie sie den nicht mehr bewältigbaren Andrang auf manche Studienrichtungen (infolge der von der EU erzwungenen Öffnung für jeden studienwilligen EU-Ausländer) regeln. Dabei hat sich ein für viele Studenten verwirrender Wildwuchs entwickelt: In manchen Orten werden noch im September Entscheidungsprüfungen abgehalten, anderswo (auf den Medizinischen Universitäten in Wien und Innsbruck) gilt das Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst". In einer dritten Kategorie müssen die Studenten ein ganzes Semester warten, um zu erfahren, ob sie (weiter)studieren dürfen.


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An der Universität Wien stehen 600 Plätze für Psychologie und 140 Plätze für Pharmazie zur Verfügung, wobei sich eine deutliche Überbuchung abzeichnet. In diesen Fächern hat die Uni Wien bereits Eignungsprüfungen nach den ersten Studienwochen angesetzt.

Tests stehen auch an den Universitäten Salzburg und Graz bevor, in Graz übersteigt bereits jetzt in Psychologie und Pharmazie die Zahl der Bewerber jene der Plätze. Unter den Kandidaten sind auch viele Deutsche. BZÖ-Chef Jörg Haider fordert im "Standard" eine Verteuerung des Studiums für Ausländer und einen Unischeck für österreichische Maturanten.