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Volksbank Invest lässt die EU-Grenzen hinter sich

Von Stefan Melichar aus Kroatien

Wirtschaft

Kroatien-Tochter als erster Schritt in neue Märkte. | Zagreb. Manfred Stagl wollte einfach nicht länger warten. Obwohl sich ein EU-Beitritt Kroatiens noch Jahre hinziehen kann, hat sich der Chef der Volksbank Invest - ihres Zeichens Kapitalanlagegesellschaft der österreichischen Volksbanken - entschlossen, in dem Balkanstaat eine Tochterfirma zu gründen.


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"Die Wachstumsdynamik hat bereits voll eingesetzt", meinte Stagl am Dienstag in Zagreb vor Journalisten. Das Fondsvolumen am kroatischen Markt verdoppele sich seit 2004 beinahe jährlich. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, hier eigene Produkte auf den Markt zu bringen.

Bei der Volksbank Invest setzt man in erster Linie darauf, dass der Anstieg des Wohlstandes in Kroatien zu einem Wechsel im Anlageverhalten - weg von klassischen Sparformen - führen wird. Darüber hinaus sei, so Stagl, jetzt schon ein starkes Bewusstsein für private Pensionsvorsorge "evident".

Weitere Expansion

Bis zur Gründung der Kroatien-Tochter haben sich die Auslandsaktivitäten der Volksbank Invest auf den EU-Raum beschränkt. Hier ermöglichte ihr es nämlich der freie Kapitalverkehr, Fonds von Österreich aus in Slowenien, Tschechien, Ungarn und der Slowakei auf den Markt zu bringen. Außerhalb der EU ist dazu eine eigene Kapitalanlagegesellschaft vonnöten.

Dabei kann sich die Volksbank Invest nicht nur in Kroatien auf den Vertrieb durch ein seit Jahren bestehendes Volksbank-Filialnetz stützen. Kein Wunder also, dass Stagl bereits neue Expansionsziele vor Augen hat: So könnte etwa 2009 eine Tochtergesellschaft in Serbien gegründet werden. Im kommenden Jahr soll diese Option intensiv geprüft werden.

Weitere zwei Jahre später wäre für Stagl durchaus auch eine Expansion nach Bosnien ein Thema. Längerfristig fasse man eventuell sogar einen Markteintritt in der Ukraine ins Auge. Bereits ab dem ersten Halbjahr 2008 will Stagl seine Fonds - von Österreich aus - auch in Rumänien verkaufen. Seite 6