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Volle Kassen bei der Telekom Austria

Von WZ Online

Wirtschaft

Die börsenotierte Telekom Austria (TA), die in Österreich, Slowenien, Kroatien, Liechtenstein und seit kurzem auch in Bulgarien tätig ist, hat im ersten Halbjahr 2005 ihren Gewinn kräftig gesteigert. Der Nettoüberschuss erhöhte sich um 81,8 Prozent auf 191,4 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch ad-hoc mit. Der Umsatz erhöhte sich um 1,5 Prozent auf 2,015 Mrd. Euro.


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Der Zuwachs beim Nettoergebnis sei vor allem auf ein höheres Betriebsergebnis, niedrigere Nettozinsaufwendungen und einen Rückgang der Körperschaftssteuer (Köst) in Österreich zurückzuführen, hieß es. Der Gewinn pro Aktie stieg von 0,21 auf 0,39 Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) wuchs von Jänner bis Juni durch höhere Umsätze und niedrigere Abschreibungsaufwendungen im Festnetz- und Internet-Bereich um 23,2 Prozent auf 298,0 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 3,2 Prozent auf 832,1 Mio. Euro.

Die Erwartungen der Analysten wurden mit den heute veröffentlichten Finanzkennzahlen des Halbjahres leicht übertroffen. Die von der APA befragten Wertpapierexperten der Bank Austria-Creditanstalt (BA-CA), Erste Bank und Raiffeisen Centrobank (RCB) hatten für das Halbjahr im Schnitt beim Umsatz einen Wert von 1,992 Mrd. Euro, beim Nettogewinn von 190,3 Mio. Euro, beim EBIT 297,7 Mio. Euro und beim EBITDA 829,7 Mio. Euro erwartet.

Die Anlagenzugänge für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände erhöhten sich im ersten Halbjahr 2005 um 30,4 Prozent auf 249,5 Mio. Euro. Die Nettoverschuldung verringerte sich seit Ende 2004 per Ende Juni 2005 "trotz höherer Anlagenzugänge, der Dividendenausschüttung und der Beschleunigung des Aktienrückkaufprogrammes" um 5,2 Prozent auf 1,87 Mrd. Euro.

Die TA-Gruppe hatte Mitte Juli 2005 die Übernahme des bulgarischen Handymarktführers Mobiltel um 1,6 Mrd. Euro finalisiert und damit das größte Auslandsinvestment in der österreichischen Unternehmensgeschichte getätigt.

Durch die Übernahme der bulgarischen Mobiltel, die ab dem 12. Juli konsolidiert wird, erwartet die TA 2005 ein Umsatzplus von 5 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll um 10 Prozent steigen. Das Nettoergebnis soll - dank Mobiltel und Steuersenkungen - um rund 50 Prozent steigen.

Auf vergleichbarer Basis - also ohne den Effekt der Mobiltel-Konsolidierung - hat die TA hat ihren Ausblick für 2005 bestätigt, erwartet wird eine zumindest flache Entwicklung von Umsatz und EBITDA. Die Sachanlagenzugänge sollen sich im Gesamtjahr auf Grund von Investitionen in das Handynetz in Österreich und Kroatien in die Technologien EDGE und UMTS sowie Investitionen im Zusammenhang mit der österreichischen Überwachungsverordnung ins Festnetz um knapp mehr als 10 Prozent steigern. Als Dividende will die TA für das heurige Geschäftsjahr 65 Prozent des Ertrags ausschütten.

Im Festnetz- und Internetbereich gingen die TA-Umsätze im ersten Halbjahr 2005 um 2,1 Prozent auf 1,066 Mrd. Euro zurück, bereinigt um Einmalbeträge aus der Universaldienstverordnung lag der Rückgang bei 0,9 Prozent. Im Mobilfunkbereich erhöhte sich der Umsatz hingegen um 4,2 Prozent auf 1,062 Mrd. Euro. Damit war der Umsatz im Handybereich im Halbjahr nahezu gleich groß wie im Festnetz- und Internetbereich.

Das Umsatzplus im Mobilfunk sei vor allem auf das Auslandsgeschäft, höhere Kundenzahlen und ein starkes Datengeschäft zurückzuführen, erläuterte die TA in einer Pressemitteilung. Das Festnetz und Internet-Segment sei hingegen weiter vom starken Breitband-Internet-Geschäft und der anhaltenden Migration vom Fest- in die Mobilfunknetze geprägt.

Der erwartete Umsatzrückgang im Festnetz sei im ersten Halbjahr durch das Wachstum im in- und ausländischen Mobilfunkgeschäft mehr als wettgemacht worden, bemerkte TA-Chef Heinz Sundt. Die Zahl der Handykunden der Mobilkom Austria-Gruppe wuchs um 4,7 Prozent auf 5 Mio. Kunden. In Österreich wuchs die Kundenzahl der Mobilkom Austria um 4 Prozent auf 3,3 Millionen Handykunden. Die Zahl der ADSL-Anschlüsse erhöhte sich im ersten Halbjahr um 54 Prozent auf 495.000 (inklusive Wholesale-Anschlüsse). Die Zahl der Festnetzanschlüsse ging um 3,6 Prozent auf 2,85 Mio. zurück.

Im zweiten Quartal 2005 erhöhte sich der Gruppenumsatz um 1,5 Prozent auf 1,011 Mrd. Euro, der Nettogewinn stieg um 118,8 Prozent auf 75,7 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis wuchs um 17,4 Prozent auf 124,3 Mio. Euro.

Die Zahl der Mitarbeiter ging bis Ende der Periode um 624 Beschäftigte auf 13.184 Mitarbeiter zurück, im Festnetzbereich verringerte sich der Mitarbeiterstand um 5,6 Prozent, im Mobilfunkbereich um 1,6 Prozent.

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