)
Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 4 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.
"Juwel", "Matchwinner" oder "Penalty-König" - es vergeht kaum ein Tag, an dem Salzburgs neuem Star Karim Adeyemi von der Presse nicht ein neuer Titel verliehen wird. Und besieht man alleine seine jüngste Torstatistik, so kommt man tatsächlich nicht umhin, dem Deutschen Respekt zu zollen. Zehn Pflichtspieltore hat Adeyemi in der laufenden Saison geschossen, allein zwei davon beim jüngsten 2:1-Erfolg am Mittwoch gegen Champions-League-Gruppengegner und Frankreichs Meister OSC Lille.
Allerdings waren die Leistungen des Jung-Spunds aus München zuletzt auch von Misstönen und Ärger begleitet. Nicht nur hatte Adeyemi die jüngsten Tore gegen Rapid und Lille Elfmeter-Pfiffen zu verdanken, auch kam die Art und Weise, mit der er und der Video-Schiedsrichter VAR beim Zustandekommen einiger dieser Pfiffe, wie Kritiker monieren, "mithalfen", nicht sehr gut an. Weswegen sich auch hier die Lobesbekundungen für den erst 19-Jährigen, der immerhin schon in der deutschen Liga und für das DFB-Nationalteam gekickt hat, (noch) in Grenzen halten.
Das bedeutet freilich nicht, dass Adeyemi der Status eines Stars nicht gebührt. Seine bisherigen Aktionen, Assists und Treffer sprechen da eine klare Sprache und hätten jeden Hype um seine Person schon gerechtfertigt. Dass man ihn jetzt, ausgerechnet vor dem Hintergrund umstrittener Elfmeter-Entscheidungen und dem Triumph gegen Lille, in den Himmel lobt, ist irgendwie kurios und wird seinem Können nicht gerecht. Und der Titel "Penalty König" übrigens auch nicht.

)
)
)
)