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Es war ein spannendes Fernsehwochenende, mit dem Stratosphärensprung Felix Baumgartners samt unfreiwilliger Rotationseinlage in Direktübertragung auf ORFeins und Bundeskanzlers Faymann Abreibung auf dem SP-Parteitag mit dem schlechtesten Wahlergebnis aller Zeiten für einen SP-Chef. Dies allerdings ohne Direktübertragung. Jedoch war die Berichterstattung in beiden ORF-TV-Programmen ausgewogen und die Kommentierung dieses von vielen als kleine Sensation gewerteten Votums durch Hans Bürger durchaus objektiv, was in der SP-Zentrale sicherlich keine Jubelschreie auslöste. Vor allem auch, weil eingeweihte Kreise behaupten, dass in solchen Situationen die Kommentatoren vor der Sendung aus der Löwelstraße angerufen werden, um einen günstigeren Aussagedrall zu erreichen. Der Bundeskanzler meldete sich dann am Sonntagabend zu Wort und führte sein Wahlergebnis auf sein mutiges Eintreten für den bei den Genossen ungeliebten Fiskalpakt zurück. So weit so gut. Aber dann verließ der ORF offensichtlich der Mut zur Unabhängigkeit. Kein Runder Tisch und keine Nutzung der ohnehin programmierten "im Zentrum"-Sendung für das aktuellste innenpolitische Thema. Obwohl mehr als 24 Stunden Zeit gewesen wären, um zu einer Diskussion über die wahren Ursachen des Faymann-Ergebnisses einzuladen, blieb man beim Thema "Der große Pensions-Check - Wie sicher ist das staatliche System?". Eine verpasste Chance - und vielleicht wäre ja sogar der Bundeskanzler gern gekommen.

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