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Von Erotik & vom Schrubben

Von István Orbán

Kommentare

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Es ist natürlich problematisch, über nur einen Teil einer mehrteiligen Sendung zu schreiben - zumal den ersten; und vielleicht ist es auch nicht ganz fair. Aber: Ist eine Rezension fair?, und muss sie es sein? - Also:

Am Montag begann, als mittleres Stück des "Radiokolleg" in Ö1, Hannes Doblhofers Vierteiler mit dem schönen Titel "Sinnlichkeit und Funktionalität - Die Erotik der Werkzeuge". Das klang verheißungsvoll, zumal für mich als - ich gestehe es - Werkzeug-Erotomanen. Aber wissen Sie wie schön es ist, mit einem wirklich gut ausgewogenen Hammer zu arbeiten? Und mit einer Zange, die leichtgängig ist aber nicht wackelt und auch nach Jahren noch exakt schließt? Oder mit einer Papierschere, die das Papier weder knickt noch reißt, sondern wirklich sauber schneidet und dazu auch noch gut in der Hand liegt? Oder, oder, oder . . . Solch gutes Werkzeug ist immer auch schön gearbeitet; und in dieser Kombination liegt (für mich zumindest) seine Erotik. Wovon in dieser ersten Sendung allerdings kaum die Rede war, aber das kann ja noch kommen. Und mir hat jedenfalls schon die Begegnung mit dem Thema Freude bereitet.

Etwas ganz anderes: Am Ende der Mitternachts-ZiB gab es Olympia-Berichte, unter anderem vom Curling. - Wettschrubben als olympische Disziplin? Man lernt nie aus . . .