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Von Haydn bis Djukanovic

Von Reinhold Aumaier

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Nicht der Papa, sondern der Planet Haydn stand auf der Drehbühne des Ö-1-Radiokollegs in dieser Woche. Dorothee Frank beleuchtete anhand prominenter Gesprächspartner und Haydn-Pioniere

die erst nach und nach gehobenen Schätze aus dem schier unerschöpflichen Fundus des Großmeisters aller Klassen.

Zu seiner Zeit war die Musik noch heil und ganz · von A bis Z; und nicht brutal geteilt in E & U . . . Rhythmus und Melodie hatten noch Vorrang und Gewicht. Allein deshalb hat nicht nur seine

Sinfonie mit dem Beinamen "Die Uhr" richtig getickt. 190 Jahre tot, der Mann, und die Menschheit gräbt und staunt noch immer; nicht untypisch für sie . . .

Erst ganz kurz tot ist eine der Radiostimmen schlechthin: Wolf Neuber. Er war eines dieser Multitalente, die wir in Zeiten der Spartenradios und Monokulturen stark vermissen werden. Unter anderem war

er am "Watschenmann" beteiligt und hat die TV-Sendungen mit den ebenso einfachen wie wunderbaren Titeln "Die Welt des Buches" und "Sing mit" in die Fernsehwelt gesetzt. Damals . . . Schön, daß man in

diesen Tagen ausgiebig auf den 90. Geburtstag Willi Boskovskys reagiert; insbesondere auf Österreich 1. Süß, die Aufbereitung der Zuschauerpost bei Arte. Ebendort am Mittwoch ausgestrahlt: das

Porträt des faszinierenden und hoffentlich bald ein entscheidendes Machtwort in Rest-Jugoslawien mitredenden Präsidenten Montenegros: Milo Djukanovic. Ein Mann mit zwei ganz besonders wichtigen

Eigenschaften: Sportsgeist und dem damit eng verbundenen Verständnis für Demokratie.