Zum Hauptinhalt springen

Von Kopierarbeit bis Gartenpflege

Von Martin Sattler

Wirtschaft

Facility Manager ISS will Komplettanbieter werden. | Wien . Für Michael Maximilian, CEO des Dienstleisters ISS Facility Services, liegt beim Gebäudemanagement der Zukunftsmarkt in Komplettlösungen, von Reinigung über Bürodienste bis zur Gartenpflege. Dadurch könnten Synergien genutzt und Kosten um bis zu 20 Prozent gesenkt werden.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 19 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

ISS ist in Österreich derzeit als Anbieter von Gebäudereinigung, Bürodiensten und Sicherheit sowie Gebäudemanagement und Zeitarbeit aktiv. 75 Prozent des Umsatzes werden mit der Sparte Gebäudereinigung erwirtschaftet; bis 2010 soll deren Anteil auf 50 Prozent gesenkt werden. Für das laufende Jahr plant das Unternehmen die Übernahme von vier bis fünf heimischen Unternehmen aus den Bereichen Reinigung, Gartenpflege und Schädlingsbekämpfung. Damit soll die Präsenz außerhalb Wiens gestärkt werden.

Im vergangenen Jahr konnte die heimische ISS den Umsatz auf 183,5 Mio. Euro steigern, das ist ein Plus von 18 Prozent. 10 Prozentpunkte sind auf organisches Wachstum zurückzuführen, 8 Prozentpunkte auf die Akquisition von fünf Unternehmen in Wien und den Bundesländern. "Damit haben wir das fünfte Mal in Folge ein zweistelliges Umsatzwachstum geschafft", erklärte Maximilian am Freitag auf der Bilanzpressekonferenz in Wien. Wie hoch der Gewinn ist, wollte er zwar nicht sagen, doch liege dieser über dem Gewinn des dänischen ISS Konzerns. Weltweit konnte der in 45 Ländern mit 330.000 Mitarbeitern präsente Konzern seinen Umsatz auf 6,3 Mrd. Euro steigern. Innerhalb der kommenden sechs bis neun Jahre soll dieser auf 13,5 Mrd. Euro klettern.

Integrationsarbeit

ISS beschäftigt in Österreich 9000 Mitarbeiter aus 60 Ländern mit 25 unterschiedlichen Muttersprachen. "Das ist eine große Herausforderung für uns. Wir haben aber ein eigene Integrationsbeauftragte und bieten unseren Mitarbeitern spezielle Deutschkurse", so der CEO. Für sein Engagement erhielt der Betrieb 2005 als erstes österreichisches Unternehmen das von der Industriellenvereinigung verliehene Zertifikat "Investors in People".