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Wachstum geht weiter

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

Ostanleihen weiterhin attraktiv. | Riga. Die Kapitalanlagegesellschaft Capital Invest, Tochter der Bank Austria-Creditanstalt, hat nach wie vor große Erwartungen an die Entwicklung der Aktien- und Anleihenmärkte in Zentral- und Osteueropa (CEE). "Die Renditen von CEE-Anleihen sind noch immer attraktiv", sagte Fondsmanagerin Margarete Strasser vergangenes Wochenende im Rahmen eines Investmentfonds-Seminars in der lettischen Hauptstadt Riga.


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Bis 2010 dürfe man mit einer jährlichen Rendite von 3,2 bis 5,3 Prozent rechnen. Für den Euroraum erwartet die Anleihen-Expertin lediglich eine Jahresrendite von 2,5 Prozent. Ungarische und polnische Staatsanleihen weisen die größten Renditedifferenzen zur Eurozone auf.

Ertragschancen bestehen laut Strasser auch über osteuropäische Währungen, die in den letzen 12 Monaten eine sehr gute Performance hingelegt haben. "Die Staaten entwickeln sich rasch, sie sind wettbewerbsfähig und sieh ziehen Direktinvestitionen an. Der Aufholprozess sorgt für einen langfristigen Aufwertungstrend". Entwicklungspotenzial sieht Strasser vor allem bei der türkische Lira und dem rumänischen Lei.

Die CEE-Aktienmärkte konnten in den vergangenen fünf Jahren eine "herausragende Performance" vorweisen, sind aber gegenüber den entwickelten Märkten noch immer "unterentwickelt", erklärte Osteuropa-Experte Alexandre Dimitrov. So sei etwa Russland nach wie vor einer der billigsten Aktienmärkte der Welt. Die Makroökonomischen Bedingungen hätten sich in CEE deutlich verbessert, und das Interesse der Investoren sei groß. Die Aktienmärkte wachsen - von niedrigem Niveau - schnell, die Marktgröße werde durch Privatisierungen und Neuemissionen weiter zunehmen. Daher würden auch die kleinen Märkte Chancen bieten, so Dimitrov mit Verweis auf Südosteuropa. "Wenn diese Länder die Möglichkeit haben, sich in die richtige Richtung zu entwickeln, gibt es hier großes Potenzial." Bisher umfasst der MSCI Emerging Europe Index 89 Aktien mit einer Gesamtkapitalisierung von 375 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Die Wiener Börse hat eine Marktkapitalisierung von 96,6 Mrd. Euro.