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"Wackelt" Svihalek und kommt Kossina?

Von Veronika Gasser

Politik

Sind die Tage von Verkehrs- und Umweltstadtrat Fritz Svihalek gezählt? SP-Insider und Beobachter mutmaßen, dass eine Frau den Job übernehmen soll. Als heißer Tipp wird Isabella Kossina gehandelt.


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Die 38-jährige ist derzeit im Umweltbundesamt als Gruppenleiterin der Anlagetechnologie beschäftigt und wäre aus Sicht von Umweltorganisationen bestens für das hohe Amt in der Wiener Stadtregierung qualifiziert. Die Floridsdorfer SP-Bezirksrätin ist auf Platz 164 der Landesliste gereiht.

Doch die Frau Stadträtin in spe wird andere Kompetenzen als ihr Vorgänger Fritz Svihalek übertragen bekommen. Es scheint ausgemacht, dass der Verkehr wieder dem Planungsressort zugeordnet werden soll. SP-Planungssprecher Günther Reiter will dem Beschluss der Wiener Parteigremien am 20. April - bei denen Bürgermeister Michael Häupl seine Personal- und Ressortvorschläge präsentieren wird - nicht vorgreifen, betont aber auf Anfrage der "Wiener Zeitung": "Auch unter Planungsstadtrat Hannes Swoboda waren Verkehr und Planung zusammengefasst, das war nicht schlecht. Denn die Diskrepanz zwischen Umwelt und Verkehr brachte sicherlich Probleme."

"Svi" weiß von nichts

Der noch amtierende Fritz Svihalek selbst will von den internen Diskussionen um seine Person nichts wissen und kennt auch keinen Grund für seine Ablöse. Im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" betont er: "Mit mir hat noch keiner darüber gesprochen. Doch ich gehe davon aus, dass ich gute Arbeit geleistet habe, und bin nach wie vor motiviert. Doch wenn die Partei mit meiner Arbeit nicht zufrieden ist, wird sie es mir mitteilen." Er geht davon aus, dass der Parteivorstand Häupls Vorschläge akzeptieren wird, selbiges gelte auch für ihn. Zukunftspläne will er erst nach dem 20. April schmieden.

Grünes Lob für Kossina

Auch die Grünen würden Kossina gerne in Amt und Würden sehen, denn ihr Verhältnis zu "Svi" war nicht gerade konfliktfrei. "Er hat sich mehr für den Autoverkehr als für die Umwelt eingesetzt. Er hat auch den 2er-Linien-Radweg verhindert," kritisiert Klubobmann Christoph Chorherr.

Besonders bedrohlich empfand es der grüne Planungssprecher Günther Kenesei, wenn "Svi" ein dringliches Anliegen von Gemeinderatskollegen - egal welcher Fraktion - geschäftig auf seinen Zettelchen notierte: "Das war ein sicheres Zeichen. Damit wusste man, die Sache ist gestorben." Ähnlich war es, erzählt Kenesei, mit der Svihalekschen Standardantwort "Mach ma scho", mit der politische Gegner beruhigt wurden: "Das war die Garantie dafür, dass nichts passieren wird."

Laut Chorherr kann Umweltpolitik nach Svihalek nur besser werden: "Wir waren mit seiner Arbeit nie zufrieden. Er hat den Spagat zwischen ARBÖ-Präsident und Umweltstadtrat nicht geschafft." Die Wiener Grünen haben ihre Ideen, wie die Rathausverwaltung effizienter werden könnte, auf einer Wunschliste notiert: Die Baupolizei sollte wieder bei der Planung unterkommen, das Beschaffungswesen für Spitalsessen soll von derzeit drei auf ein Ressort konzentriert werden, und ein Technologiezentrum sollte die EDV und Beschaffung von Computern koordinieren.