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Am 9. und 10. März wird in Simbabwe der Präsident für die nächste Amtszeit gewählt. Seit zwei Jahren wird in westlichen Medien viel Wirbel um Simbabwe gemacht. Der amtierende Präsident Robert Mugabe sei ein Rassist gegenüber weißen Farmern, die verprügelt, erniedrigt und ermordet worden sind, heißt es da unisono. Und weiter: Mugabe habe sein Land in eine katastrophale wirtschaftliche Lage gebracht.
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Die EU befürchtet, dass der seit 22 Jahren amtierende Mugabe die Wahl manipulieren könnte, um weiter im Amt zu bleiben. Deswegen hat die EU Wahlbeobachter nach Simbabwe geschickt, um die Wahlen zu kontrollieren. Deren Ausweisung hat nun EU-Sanktionen nach sich gezogen.
Unheimliche Propheten
Wahlbeobachter sind seit den 90er Jahren à la mode. Wir sehen dann die "Europäer", die im Hotel vor Ort leben, die die heiße afrikanische Sonne genießen, die fast immer mit teuren Allrad-Autos durch die Gegend fahren, und manchmal sehr schöne und gute Berichte über die so genannten Wahlmanipulationen schreiben. Diese neue Art von Kolonialherren gilt auf afrikanischem Boden als so etwas wie Propheten. Natürlich müssen die Afrikaner von ihnen etwas über Demokratie lernen. Aber was?
Was versteht die EU unter Demokratie, fragen sich viele. Denn obwohl die OAU (Organisation für die Afrikanische Einheit, die oberste politische Organisation des Kontinents) eigene Wahlbeobachter stellt, werden diese von der EU nicht anerkannt - man besteht offenbar auf Europäern für diesen Job.
Koloniales Misstrauen?
Obwohl seit den 90er Jahren viele Afrikaner für diesen besonderen Zweck ausgebildet worden sind - und zwar an europäischen Universitäten wie zum Beispiel an der Friedensuniversität in Stadtschlaining (Burgenland) - werden AfrikanerInnen als Wahlbeobachter nicht ernstgenommen. Das wiederum können wir nicht akzeptieren. Die EU macht mit ihrer Politik weiter: Die Afrikaner gut behandeln, aber dumm halten.
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