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Waldviertler Elche

Von Hans-Paul Nosko

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Da meinte ich, die heimische Fauna einigermaßen zu kennen - zumindest, was die größeren Arten betrifft -, und dann kommt plötzlich ein Riesentier daher, das ich ein gutes Stück weiter nördlich vermutet hätte. Es war am Dienstag im Laufe der Ö1-Sendung "Vom Leben der Natur" (8.55 Uhr), als ich erfuhr, dass in ÖsterreichElche leben. Von Bären und Luchsen wusste ich ja bereits, aber die Elche... Wie auch immer - ein paar sind jedenfalls nach dem Fall des Eisernen Vorhangs von Tschechien aus bis ins Waldviertel vorgedrungen.

Paradoxerweise scheint die ehemalige Todeszone auch Leben gefördert zu haben: Die Pflanzen- und Tierwelt konnte sich über Jahrzehnte hin ungestört entwickeln. Nun versucht die europaweite Initiative "Das grüne Band", geschützte Gebiete entlang den Grenzen der ehemals kommunistischen Länder zu verbinden und eine, wie es reichlich gestelzt heißt, "Lebenslinie der Biodiversität" zu schaffen. Wer weiß: Vielleicht schafft es ja einmal sogar ein sibirischer Tiger bis in den Seewinkel. Spätestens in Ö1 werden wir es erfahren.