Zum Hauptinhalt springen

Warten, ob das Geschäft ein Knaller wird

Von Christine Zeiner

Wirtschaft

Die Pyrotechnikhändler sind sich einig: Wie der Umsatz des Silvestergeschäfts 2003 mit Feuerwerkskörpern ausschauen wird, weiß man erst im neuen Jahr. "Der wichtigste Tag ist heute", spricht Jürgen Siegert, Berufsgruppenvorsitzender des Waffen- und Pyrotechnikhandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) aus Erfahrung.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 20 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Wie so oft, hat auch in diesem Fall der Wettergott die Hände im Spiel: "Möglicherweise wird das Geschäft nicht so besonders, weil das Wetter nicht so gut sein wird", mutmaßt Siegert. Werner Neuwirth-Riedl von Baumax sagt gegenüber der "Wiener Zeitung": "Es schaut interessanterweise besser aus, als erwartet - aber das Silvestergeschäft geht bis 17 Uhr am 31. Dezember." Weniger erfreut gab sich Fritz Schmid, Geschäftsführer des Unternehmens Witte. Das Geschäft stockte am Montag im Vergleich zu den vergangenen Jahren. "Wenn man so hört, dass es beim Weihnachtsgeschäft ein Minus von 7% gegeben hat, kann man davon ausgehen, dass es auch in unserer Branche heuer etwas rückläufig werden wird."

Der "Durchschnittsösterreicher" kauft nach einer Schätzung der Witte-Mitarbeiterin Ilse Blank um 30 bis 50 Euro Feuerwerkskörper. Der Trend gehe dabei seit Jahren weg von den Knallern hin "zum schönen Effekt". Andreas Greif vom Scherzartikel- und Partyunternehmen K&K Domgasse meint: "Das ist keine Frage, ob man sich das leisten kann, sondern, ob man sich das leisten will." Seiner Ansicht nach gebe es "vom Billigsten angefangen" keine Grenzen nach oben.

Wieviel der Spaß kostet

"Ein schönes, nicht weiß Gott wie gewaltiges Feuerwerk mit 20 Raketen kostet so zwischen 30 und 50 Euro. Es hängt natürlich immer von der Geschicklichkeit des einzelnen ab, wie lang das Feuerwerk dann dauert, aber normalerweise ist das eine Sache von fünf Minuten", berichtet Siegert von der WKÖ.

Der Großteil der Feuerwerksware stammt aus Fernost. Die Feuerwerkshändler sind sich einig, dass die in Österreich gehandelten Raketen mengenmäßig nicht in heimischen Fabriken hergestellt werden könnten - der Kostenfaktor spielt hier eine nicht unwesentliche Rolle: "Die Sachen, die aus China kommen, sind wesentlich billiger, aber teilweise auch nicht so gut", sagt Witte-Chef Schmid. Unter den Raketen sei "leider schon sehr viel Mist dabei".

Für den Feuerwerkshandel vermutlich weniger erfreulich: Die katholische Jugend Oberösterreich ruft auch zu diesem Jahreswechsel zur Aktion "Brot statt Böller" auf.