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Warum der neue BMW X3 Österreichs wichtigstes Auto ist

Von Helmut Dité

Wirtschaft

Einen Tag nach dem Ende der Frankfurter Automobilaus- | stellung, wo er seine Weltpremiere erlebte, wurde der neue "kleine" Geländesportwagen BMW X3 auch in Östereich präsentiert - im BMW-Motorenwerk in Steyr, aus dem die starken Herzen des neuen SAV - "Sports Acitivity Vehicle" - kommen. Gebaut wird er bei Magna Steyr in Graz. BMW-Austria-Geschäftsführer Felix Clary sagte es plakativ: "Der X3 ist wahrscheinlich das wichtigste Auto für Österreich. Er bringt hohe Investitionen - der Auftrag an Magna ist der größte an einen Einzellieferanten in der österreichischen Wirtschaftsgeschichte - schafft viele neue Arbeitsplätze und entlastet die österreichische Handelsbilanz enorm."


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Ein Grund, warum die Österreichpremiere des neuen BMW X3 in Steyr stattfand, ist die Bedeutung des Motorenwerkes für diese Kooperation. Aus Steyr kommen sowohl der 2,5-Liter und der 3,0-Liter-Benziner als auch der 3,0-Liter-Dieselmotor für den X3, erläutert der Geschäftsführer des Motorenwerks, Werner Adelberger.

Damit wird dieses Fahrzeug zum ersten BMW, der nicht nur ein "Herz" aus Österreich hat - wie gut zwei Drittel aller BMW-Autos - , sondern der auch zur Gänze in Österreich produziert wird.

Die BMW Group hat schon bisher eine starke Rolle in der österreichischen Wirtschaft gespielt: Seit 1979 wurden insgesamt mehr als 2,3 Milliarden Euro in das Motorenwerk Steyr investiert - derzeit befindet man sich in der siebten Ausbaustufe, der größten Einzelinvestition der Standortgeschichte. Bis 2005 werden in Steyr 500 Millionen Euro investiert, das Werk flächenmäßig um ein Drittel erweitert.

Insgesamt beliefen sich die Investitionen in der heimischen Fahrzeugindustrie im Jahr 2002 auf 355 Millionen Euro. Die BMW Group alleine hat in Österreich im Vorjahr 187 Millionen Euro investiert - mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens.

Nicht nur als Investor hat BMW die Nase vorn, wie Adelberger berichtet. Der Münchner Konzern ist auch der größte ausländische Einkäufer in der österreichischen Fahrzeugindustrie. Im Vorjahr betrugen die Kfz-Zulieferexporte 7,2 Milliarden Euro, wobei die BMW Group um mehr als 2,4 Milliarden Euro in Österreich eingekauft hat - ein Anteil von 33 Prozent.

Die durch BMW initiierten Exporte sind höher als beispielsweise die gesamten Exporte Österreichs nach Tschechien oder Spanien.

Im Vorjahr importierte Österreich Neufahrzeuge im Wert von rund 4,1 Milliarden Euro. "Mit unseren Exporten - da ist der BMW X3 noch gar nicht mitgerechnet - decken wir somit rund 65 Prozent der Ausgaben für die gesamten österreichischen PKW-Importe und auch mehr als ein Drittel des positiven Nettosaldos der automotiven Handelsbilanz ab", rechnet Adelberger vor.