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Warum gerade Don?

Von Verena Franke

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Don ist skrupellos. Das verspricht zumindest der Titel des Films. Um diese Skrupellosigkeit dem Zuseher auch glaubhaft zu vermitteln, tanzt und singt er als Drogenboss in gewohnter Bollywood-Manier im typisch opulenten, bunten Filmset. Und löst damit Verwirrung beim Zuschauer aus. Ein Actionfilm oder Krimi - da ist man sich auch nicht ganz sicher -, in dem getanzt wird? In dem im goldenen Glitzerkleid eher unbeholfen als verführerisch der Bösewicht - seine Mimik erinnert eher an Musical-Darsteller - überführt werden soll? Noch dazu auf arte? Dem sonst so seriösen Kultursender? Und schon beginnt man an sich selbst zu zweifeln, denn irgendwo verbirgt sich sicher der Mehrwert, der künstlerische Aspekt, den man noch nicht entdeckt hat und der einem auch letztlich nach drei Stunden verborgen bleibt. Doch als neugierige TV-Kritikerin bleibt man natürlich dran und erlebt jeden Action- oder Krimidrehbuch-Effekt, den bereits Hollywood in mehreren Filmen verwurschtet hat: ein Doppelgänger, der doch keiner ist, ein Ausbruch von Sträflingen aus einem Flugzeug, eine elendslange Verfolgungsjagd per Auto und dann zu Fuß über Häuser und natürlich ein als Showdown wirkender Kampf auf einer Bergplattform. Ein unschuldiges Kind, das es zu retten gilt, darf auch nicht fehlen.


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Der Mammutfilm ist ein Remake des gleichnamigen Bollywood-Klassikers aus dem Jahr 1978. Doch er übertrifft diesen noch an überbordender naiven Action und Schauspielkunst. Aber zumindest unterschied sich arte damit vom Programm-Einheitsbrei der anderen Sender. Das ist aber keine Kunst.