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Was du nicht willst, . . .

Von Reinhold Aumaier

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Es ist gut, wenn sich in diesen Tagen serbisch denkende und (mit)fühlende Menschen in den Medien demokratischer Länder frei äußern können. So geschehen u. a. sonntags in der ARD im "Presseclub",

auf 3sat bei "Ruge. neunzehnZehn" sowie im ORF bei "Zur Sache". Dort war es allerdings ebenso gut, einen Alois Mock und Paul Lendvai zu hören, die das Wesentliche an der leidvollen Sache

unmißverständlich geraderückten.

Es ist gut, wenn der ORF abseits der Diskussionen und Sonder- sendungen Filme machen läßt, die andere Blickwinkel auf die leidgeprüfte Region und die (Über-)Lebenden dort gewähren. So passiert bei

"Inter-City Spezial" am Freitag auf 3sat. Sturm-Trainer Osim führte durch sein Sarajewo. Dabei prallten die Bilder der mitleidlosen Auseinandersetzung unter Menschen mit denen der sportlich-

poesievollen zusammen. Da die Schreckensbilder aus dem letzten Krieg, dort die (seligen) Erinnerungen an die mit dem runden Leder ausgefochtene Rivalität und "gesunde" Gegnerschaft. Ein Filmessay

entlang der scharfen Grenze zwischen Krieg und Spiel; vorbildlicher Fairneß und grausiger Brutalität. Ein Film von Günther Schilhan. Eine Grenzerfahrung im mehrfachen Sinn. Einen weitaus

friedlicheren, wenn auch mühseligen Umgang mit Grenzen gab es am Sonntag in "Heimat, fremde Heimat" zu sehen. Der Film über die Vorarlberger Ein- und Auswanderer war ein Gedicht. Ein herzlicher

Willkommensgruß der in "ihre" Sendung zurückgekehrten Silvana Meixner. Am 18. April ist sie wieder dran.