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Was haben die österreichische EU-Präsidentschaft und die "Ö3 Beach Mania" gemeinsam?

Von Christina Weniger

Europaarchiv

Ein Ereignis wird Maria Stoppacher, Leiterin des Bundespressedienstes im Bundeskanzleramt, wohl noch für lange Zeit in Erinnerung bleiben: Österreichs EU-Präsidentschaft im zweiten Halbjahr 1998 · | ein "riesengroßer Event", der mit einem gewaltigen Arbeitsaufwand verbunden war.


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Neben der Organisation von 12 Informellen Ministertreffen bzw. -konferenzen, dem Informellen Treffen der Staats- und Regierungschefs, einem Drittstaatentreffen, dem Europäischen Rat und sonstigen

Tagungen in allen Bundesländern mußte eine Heerschar von rund 2.000 Journalisten betreut werden. Die Vorbereitungsarbeiten begannen bereits 1996.

Stoppacher betonte anläßlich eines Seminars für Eventmarketing, das kürzlich von PEF Consulting veranstaltet wurde, ihr Ziel sei es gewesen, die Bevölkerung umfassend über die EU-Präsidentschaft zu

informieren und Österreich als souveränes Gastgeberland zu etablieren.

Aus den vielen positiven Rückmeldungen v.a. von Journalisten, die sie erhalten habe, schließe sie, daß das auch gelungen sei, sagte Stoppacher.

In der heutigen marktwirtschaftlich organisierten Gesellschaft hänge das Überleben eines Unternehmens im wesentlichen von seinem Marketing ab, betonte Fritz Karmasin, Leiter des Gallup-Institutes, in

seinem Vortrag. Deshalb müsse die "zentrale Wertewelt", für die ein Unternehmen oder Produkt stehe, kommuniziert werden, so Karmasin.

Gleichzeitig sollten die umworbenen Personen "gezielt und persönlich" angesprochen werden. Kreatives Eventmarketing mache dies möglich, indem man auf die "individuellen Bedürfnisse der Zielgruppe"

eingehe, erklärte Karmasin. Der Event solle positive Emotionen auslösen und den Kunden in die "symbolische Erlebniswelt einer Marke oder Dienstleistung" einbinden. Allerdings könne Eventmarketing

nicht alleine stehen, sondern müsse immer Teil einer Marketing-Gesamtstrategie sein, betonte der Gallup-Chef abschließend.

In dieselbe Kerbe schlug auch Wolfgang Krist, Geschäftsführer von LIVE Events & Congressmanagement. Der Marketing-Event sei "ein fein abgestimmtes Gesamt-Ereignis", das seine Teilnehmer begeistern

und unvergeßlich bleiben solle. Krist betonte, daß es jedoch im allgemeinen nicht mit einem einzelnen Event getan sei. Eventmarketing müsse konsequent über einen längeren Zeitraum betrieben werden,

um den gewünschten Erfolg zu erreichen.

Der Event habe bei Ö3 einen hohen Stellenwert im Marketingmix, betonte Susanne Felten, Marketingleiterin von Hitradio Ö3. Der Sender könne sich damit österreichweit präsentieren und spezielle

Zielgruppen ansprechen, was "via Aether" nicht immer machbar sei. Als Beispiele führte sie die "Ö3-Herzblattparty" für 20- bis 30jährige Singles an, die "Ö3 Beach Mania", die sich besonders an 16-

bis 25jährige richte, oder das "Ö3 Family Film Clubbing" für junge Familien.

Wichtig sei, daß die Besucher der Veranstaltungen das "Produkt Ö3" in der optischen Gestaltung, der Moderation sowie der Musik wiedererkennen. Nur so könne die Glaubwürdigkeit von Ö3 gewahrt bleiben,

betonte die Marketingleiterin.

Infos über Seminare: PEF Consulting, 1010 Wien, Marc-Aurel-Straße 4, Telefon 01/53 113-545 57, Margarete Friedl.