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Was heute alles ins Museum kommt

Von Christina Böck

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Was ein echter Abba-Fan ist, dem muss man das gar nicht sagen. Der sitzt längst im kunterbunten Schlaghosen-Overall vor dem Computer und hat seine Tickets gecheckt.

Bevor jetzt alle halbechten Abba-Fans vor Aufregung feuchte Hände kriegen: Nein, es gibt keine Reunion von Agnetha, Benni, Björn und Anni-Frid. Aber im Mai, da öffnen heilige Hallen ihre Tore: Das Abba-Museum in Stockholm wird dann eröffnet. Und am Donnerstag, den 13. Dezember, startet der Vorverkauf. Fünf Monate vorher. Also für Planungszwängler vergleichsweise knapp.
Björn Ulvaeus freut sich jedenfalls. Er kann, wie übrigens viele andere auch, noch immer nicht glauben, dass Abbas Musik nach wie vor eine große Anhängerschaft findet. "Viele unserer neuen Fans waren noch nicht mal geboren, als wir in den 70er Jahren aktiv waren." Informationen über die Exponate im Abba-Museum sind rar. Sollte es jedoch keine interaktive Karaokestation für "Dancing Queens" geben, ist das ganze ohnehin abzuschreiben.

Apropos interaktiv: Kürzlich hat das New Yorker Museum of Modern Art bekanntgegeben, dass es nun auch Computerspiele in seine Sammlung aufnehmen will. Dass diese Kollektion dann neben Vincent van Goghs "Sternennacht" auch Donkey Kong enthält, hat Kunstpuristen naturgemäß aufgebracht. Schach sei ja auch keine Kunst, auch wenn man kunstvoll Schach spielen könne, argumentierte etwa der Kritiker des "Guardian". Und es fehle Videospielen die kreative Vision wahrer Künstler.

Aber hallo. Neongelbe gefräßige Kugelmonster im Pixellabyrinth? Wenn Pacman keine Vision ist, was um Himmels willen dann?

Website "ABBA - The Museum"Website Museum of Modern Art