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Weg mit dem Speck

Von Klaus Hofmann

Reflexionen

Fettverbrennen lautet die Devise nach den Feiertagen. Wer nach dem Winter wieder in Form kommen will, sollte sowohl Ausdauer als auch Kraft trainieren. Und das Training kann auch Spaß machen, zum Beispiel in tänzerischer Form mit Zumba, einer Mischung von lateinamerikanischen Tänzen und traditionellem Fitness-Workout.


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Die Zeit um Weihnachten und Neujahr ist für viele der feierliche und besinnliche Höhepunkt des vorangegangenen Jahres. Die vielen Feierlichkeiten stellen aber nicht nur für die Psyche einen willkommenen Hochgenuss dar, sondern auch für den Körper. Denn diese Zeit ist alljährlich auch ein kulinarischer Höhepunkt. All die köstlichen Verlockungen münden oftmals in eine unkontrollierte Kalorienzufuhr, die dann ihrerseits die Bäuche über den Hosenbund schnell hinauswachsen lässt. Glücklicherweise lassen sich ungeliebte Körperstellen während der kalten Jahreszeit noch elegant verdecken und somit aus dem Bewusstsein verdrängen. Doch das Näherkommen des Frühlings und die wieder steigenden Temperaturen läuten alljährlich eine Bewusstseinsveränderung ein und fokussieren die kritischen Blicke auf das eigene, wenig erotische "Fremdgewebe". Spätestens wenn auf der Waage das gesamte Ausmaß der Völlerei erkennbar wird und den Betreffenden in einen dezenten Schock versetzt, sollten Gedanken an Sport einen höheren Stellenwert bekommen und die Neujahrsvorsätze nicht wieder nur zum blassen Selbstbetrug verkommen.

Wenn die nötige Motivation und vor allem das Know-how für dieses Unterfangen nicht in ausreichendem Maße vorhanden sind, dann sollte der Gang zum Profi die erste Wahl sein. Dem Fitnesstrainer im Studio stehen eine Vielzahl von Trainingsmöglichkeiten und -plänen zur Reduktion der angezüchteten Speckröllchen zur Verfügung, wo bestimmt jeder das adäquate Training findet. Und wer mit dem inneren Schweinehund hadert, auch dem sei der Besuch beim Trainer anzuraten, denn dieser ist auch als Motivator im Zusammenhang mit der Entwicklung von Sportbegeisterung ein Profi.

Leichtes Ausdauertraining. Das "Wiener Journal" hat in Zusammenarbeit mit dem "Club Danube" ein paar Übungen zum guten, sportlichen Start ins Frühjahr zusammengestellt.

Wer nach der winterlichen Lethargie nach längerer Zeit wieder sportlich sein möchte, der beginnt am besten mit leichtem Ausdauertraining. Gerade beim Ausdauertraining - sei es durch Joggen, Radfahren, Schwimmen, Nordic-Walking, Inline-Skating oder auch Tanzen - wird nicht nur Fett verbrannt, sondern auch der Körper geformt. Hier ergänzt sich das Optische mit dem Gesunden. Denn gleichzeitig wird auch das Herz-Kreislauf-System trainiert und damit leistungsfähiger. Das Immunsystem wird gestärkt, und man wird auch stressresistenter. Anfänglich dreimal pro Woche ca. 30 Minuten sollte für Anfänger der ideale Start ins Fitnessvergnügen sein. Dabei sollte der richtige Puls als Gradmesser für die effiziente Fettverbrennung beachtet werden, er sollte in der Fettverbrennungszone liegen. Der Puls befindet sich in der Fettverbrennungszone, wenn bei 60 Prozent der maximalen Herzfrequenz trainiert wird (z.B. 200 Maximalpuls, 60 Prozent davon = Trainingspuls 120/min). Bei dieser Belastung gewinnt der Körper ca. 80 Prozent der benötigten Energie aus der Fettverbrennung und die restlichen 20 Prozent aus der Verbrennung von Kohlenhydraten, was die überschüssigen Fettdepots nicht erfreuen dürfte.

Wem klassisches Ausdauertraining allerdings zu monoton sein sollte, der kann einem dynamischen Fitnesstraining, dem Aerobic, den Vorzug geben. In einem abwechslungsreichen, koordinativen Training werden bei rhythmischen Bewegungen zu motivierender Musik winterliche Sportabstinenz und Frühjahrsmüdigkeit aus dem Körper vertrieben. Aus der Fülle an Angeboten sticht Zumba als besonders ansprechend hervor: Zumba ist eine gelungene Verschmelzung von lateinamerikanischer und internationaler Musik mit leichten Schrittfolgen von Salsa, Samba, Cha cha cha, Calypso und anderen Tänzen. Im Gegensatz zu vielen Aerobicstunden ist bei Zumba keine mühsame Choreographie zu erlernen - so dass wirklich alle ohne Vorkenntnisse teilnehmen können, was den Attributen Spaß und Einfachheit gerecht wird. So werden auf eine spielerische Art und Weise zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: das Ausprobieren neuer einfacher Tanzschritte ist in einem dynamischen Fitnessworkout verpackt - und so trainiert man, ohne es zu merken. Und weiters werden dank der körperformenden Bewegungen vor allem Rücken- und Brustmuskulatur gestärkt. Abgesehen davon ist Zumba ein kalorienverbrennendes Training: Pro Einheit verbrennt man zwischen 500 und 600 Kalorien.

Gestärkt im Alltag. Neben einem regelmäßigen Ausdauertraining zur Reduktion der Fettdepots sollte das Training zur Stärkung des Muskelapparats nicht vernachlässigt werden. Dieses Training kann dazu verwendet werden, den Muskelanteil im Körper ganz allgemein zu vermehren. Oder man kann schwerpunktmäßig bestimmte Muskelgruppen ganz gezielt trainieren. So kann ein spezielles Beintraining oder Rücken- und/oder Oberkörpertraining je nach Bedarf zusammengestellt werden. Empfehlenswert für Anfänger ist auch ein Zirkeltraining, wobei hier der Schwerpunkt auf Kraft-Ausdauer liegen sollte. Wie der Name schon sagt, ist dieses Training ein Mittelding aus Kraft- und Ausdauertraining und stellt so eine effiziente Möglichkeit dar, sich für das Frühjahr fit zu machen. Beim Kraft-Ausdauerzirkel werden verschiedene Übungen nacheinander absolviert, so dass die jeweils unbelasteten Muskeln sich leicht regenerieren können, während andere Muskelgruppen trainiert werden. Beispiel für ein einfaches Zirkeltraining im Studio könnte sein: Bankdrücken (Brust) - Lastzug (Rücken) - Shoulder Press (Schulter) - Beinpresse (Bein) - Situps (Bauch). Je nach körperlicher Verfassung können unterschiedlich viele Durchgänge erfolgen. Auch hier erfolgen die ersten "Gehversuche" auf dem unbekannten Terrain am besten unter der fachkundigen Beob-achtung durch einen Trainer.

Fazit. Für welches Training man sich auch immer entscheidet, wichtig ist dabei stets die Regelmäßigkeit des Trainings. Aller Anfang ist schwer, so auch beim Fettverbrennen. Wenn sich nicht gleich die gewünschten Erfolge einstellen, dann sollte bei akutem Motivationsmangel auf alle Fälle weiter trainiert werden. Denn die Fettdepots schmelzen langsam, aber sie schmelzen! Und wenn erst einmal die Freude an regelmäßiger sportlicher Tätigkeit geweckt ist, dann kostet es nicht einmal mehr Überwindung. Spätestens dann kann man mit Vorurteilen aufräumen: denn Sport ist kein Mord.

Club Danube

www.clubdanube.at

Javier Calderon Morales

Official Zumba Fitness Instructor

javcm09@yahoo.com

Klaus Hofmann

sporttrainer@gmx.net