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Welche Farbe hat Ostern?

Von Christina Böck

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Bei manchen Tieren versteht man keinen Spaß. Beim Puma zum Beispiel. Der gleichnamige Sportartikelkonzern hat jetzt einem Hamburger Designer verboten, sein edles Markenraubtier zu verhöhnen. Der Grafiker hat den Schriftzug marginal verändert - und zwar die letzten zwei Buchstaben durch andere ersetzt. So schnell kann ein anderes Tier herauskommen. Nein, nicht Putzerfisch. Auch nicht Purpurglanzstar. Nein: Pudel. Der hüpft auch in der eleganten Sprunghaltung über das Wort. Genauso wie der Puma-Puma.

Es ist ein witziger optischer Gag, und es verwundert ein wenig, wie humorlos der Sportschuh-Gigant ist. Dass die Pudel-Marke ihm außerhalb eines Nischenpublikums zur Konkurrenz werden könnte, ist wohl doch eher unwahrscheinlich. Aber die Markenstreitigkeiten liegen derzeit ohnehin in der Luft. So wehrt sich nämlich dieser Tage Kosmetikkonzern Beiersdorf vor Gericht gegen Irgendwiealles-Konzern Unilever, der Ersterem das Nivea-
Blau streitig machen will. Das ist ja nun schon ein bisschen kleinlich. Als ob es nicht genug Blaus auf der Welt gebe, die man sich aufteilen könnte. Man braucht nur die Queen fragen, der fallen sicher mindestens 34 pastellige Varianten ein! Die Chancen stehen übrigens laut Medienberichten gar nicht schlecht für Beiersdorf. Auch der Wörterbuch-Verlag Langenscheidt konnte sich sein Gelb ja exklusiv sichern.

Wenn das Schule macht, dann wird es schon spannend, wer sich die Rechte auf Schmuddelgrau sichern kann. Das heurige Osterwetter hat wahrscheinlich gute Karten.