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"Die Industriekonjunktur befindet sich in Warteposition", erklärte gestern Wolfgang Damianisch, Geschäftsführer der Bundessparte Industrie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Als Folge des mageren Wirtschaftswachstums werde auch die Zahl der Arbeitsplätze in der Industrie deutlich zurückgehen, sagte Damianisch.
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Im Jahresdurchschnitt 2002 waren in Österreich 421.000 Personen in der Industrie beschäftigt. Heuer werden es um 10.000 bis 15.000 weniger sein, prognostiziert die WKÖ. Damianisch betonte, dass es sich dabei mehr um ein konjunkturelles als ein strukturelles Problem handle. Um die aktuellen Beschäftigungszahlen zu halten, müsste die Wirtschaft um mindestens 3% wachsen. Die derzeitige Prognose für das BIP-Wachstum in Österreich im Jahr 2003 liegt bei 0,7%. Die Sachgüterproduktion ist im ersten Halbjahr 2003 leicht zurückgegangen - für das Gesamtjahr rechnet Damianisch mit einer "roten Null". Zum Vergleich: Im Jahr 2000 stieg die Sachgüterproduktion im Jahresvergleich um 6,5%. Die Branche hofft jedenfalls auf einen Konjunkturaufschwung im Frühjahr 2004.
Zur Sicherung des Industriestandortes Österreich müsste wesentlich mehr in Forschung und Entwicklung (F&E) investiert werden, sagte Damianisch. Statt 125 Mill. Euro sollte das staatlicher Budget für F&E jährlich 200 Mill. Euro betragen. Scharfe Kritik übt die WKÖ auch an dem soeben zur Begutachtung versendeten Entwurf für das Emissionszertifikategesetz: Diese Treibhausgaspolitik sei "naiv und überzogen". Nicht nur die Industrie, sondern auch die Verursacherbereiche Hausbrand und Verkehr sollten mehr in die Pflicht genommen werden.
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