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Weniger Staat · mehr privat: Türkei öffnet sich dem Ausland

Von Rosa Eder

Wirtschaft

Die Türkei wirft jetzt den Privatisierungsmotor an. Auf lange Sicht soll sich der Staat völlig aus der Wirtschaft zurückziehen, kündigte der für Privatisierungen zuständige Staatsminister Yüksel | Yalova am Freitag vor Journalisten in Wien an.


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Yalova bezifferte das Privatisierungspotential des 70 Millionen Menschen umfassenden Staates mit 100 Mrd. Dollar, wovon die Hälfte in den nächsten fünf Jahren ausgeschöpft werden soll. Bisher

lukrierte die Türkei erst 4,6 Mrd. Dollar aus dem Verkauf von Staatsbetriebenmen. Die größten Projekte im heurigen Jahr umfassen Unternehmen aus den Bereichen Energie, Stahl, Telekommunikation und

Luftfahrt (Turkish Airlines). Investoren aller Länder seien willkommen, betonte Yalova. Bisher hätten sich in erster Linie die USA und die größeren EU-Staaten (Großbritannien, Frankreich, Italien,

Spanien, Deutschland) für die Türkei interessiert. Aus Österreich kamen bisher umgerechnet 100 Mill. Dollar.

Die Investmentbank der Bank-Austria-Gruppe, die CA IB Investmentbank, hat mit der Errichtung eines Repräsentanzbüros in Istanbul ein Zeichen gesetzt, für wie wichtig sie den türkischen Kapitalmarkt

erachtet. Beim Verkauf staatlicher Unternehmen an Private sieht die CA IB große Chencen, ihre Erfahrung als Beraterin bei Privatisierungen einbringen zu können.