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Wenn Özil im ÖFB-Team spielt

Von Simon Rosner

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Vier kleine Kinder, die wohl vor wenigen Tagen eingeschult wurden, sitzen auf einer Wiese, die wenige Meter weiter zum Rasen wird. Und genau dort trainieren berühmte Kicker, nämlich Mesut Özil, Mats Hummels und Fernando Torres. Zumindest, wenn man den Kindern glaubt, die jede Aktion der Fußballer kommentieren. So wie sie es aus dem Fernsehen kennen. Und von dort kennen sie auch die Herren Özil, Hummels und Torres. Dass es sich dabei in Wirklichkeit um österreichische Teamspieler handelt, wissen sie zwar, aber dass es Yasin Pehlivan (Özil), Julian Baumgartliner (Hummels) und Christoph Leitgeb (Torres) sind, ist ihnen nicht bekannt. "Der hat einmal bei Rapid gespielt", sagt eines der Kinder und meint damit Pehlivan. Immerhin.

Auch wenn die heimische Liga um Vermarktung bemüht ist, ist die Bundesliga für den Nachwuchs offenbar nur mäßig attraktiv. Anderswo wird eben nicht nur ein besserer Fußball geboten, er wird auch noch besser vermarktet. Für Welt- und Europameisterschaften wird sogar auf Cola-Flaschen geworben, Spieler wie Ronaldo und Messi sind allgegenwärtig, und sei es nur als Referenz zur eigenen Spielfähigkeit. Vermutlich sammeln die Kinder bei WMs und EMs auch Panini-Pickerln, bei denen österreichische Kicker zuletzt 1998 und 2008 zu kleben waren. Marko Arnautovic kennen die Kinder dann doch - und sie lieben ihn und feuern ihn an. Und Rapids Guido Burgstaller. Burgstaller? Die vier Kinder tragen Rapid-Trikots, sie haben gerade vorhin ihr Training beendet. Sie spielen im Rapid-Nachwuchs.