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Wenn was passiert, kann alles passieren

Von Tamara Arthofer

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Tamara Arthofer
Tamara Arthofer ist Sport-Ressortleiterin.

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High Noon in Kitzbühel. A- bis D-abwärts-Promis mischen sich unters Partyvolk, feiern die Hahnenkammrennen, die Athleten und am meisten sich selbst. Wie immer halt. Und wie immer gibt es Stürze zu sehen, die man lieber nicht gesehen haben möchte. Da hat sich seit dem Unfall von Hans Grugger, der im Vorjahr nur den (bisher) letzten in einer Reihe schwerster Stürze geliefert hat und nach dem alle mehr aus Reflex denn aus echter Anteilnahme nach erhöhter Sicherheit geschrien haben, nicht viel geändert. Sicher, die FIS bastelt an einer Materialreform. Doch ob und was die bringt, darüber herrscht unter den Sportlern ebenso Uneinigkeit wie darüber, wann und wo welche Passagen entschärft werden sollen. Ivica Kostelic etwa hatte sich nach dem ersten Training mit einer diesbezüglichen Anregung an Athletensprecher Bode Miller gewandt. Eine Blitzumfrage unter seinen Kollegen hatte daraufhin ergeben, dass die Mehrheit gegen Kostelics Entschärfungsvorschlag war. Der Kroate stürzte übrigens wie einige andere im zweiten Zeitlauf, aber das kann auch Zufall gewesen sein.

Jedenfalls werden sie nicht die letzten gewesen sein, und solange alles gut geht, ist das für die Veranstalter ja auch in Ordnung. Schließlich verdankt die Streif ihren Mythos, auf den so gerne verwiesen wird, dem Nervenkitzel, stellt man doch an sich selbst den Anspruch, die "spektakulärste Abfahrt" des Winters zu haben, wie auf der Homepage zu lesen ist. Und da kann immer etwas passieren. Zu wundern braucht sich dann aber niemand, wenn auch etwas Schlimmes passiert.