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Gender-Budgeting, der stete Hinweis auf die Einkommensschere und in regelmäßigen Abständen wiederkehrende Debatten über Frauenquoten und eine geschlechtergerechte Form der Bundeshymne. Mit mitunter skurril anmutenden Anliegen kämpfen Frauen auch heute noch - rund hundert Jahre nach Beginn der Suffragetten-Bewegung und mehr als zwanzig Jahre nach dem Tod von Simone de Beauvoir - um Gleichstellung mit dem männlichen Teil der Gesellschaft.
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Dieser Kampf ist berechtigt, denn dass es in vielen Bereichen noch an Gleichberechtigung mangelt, ist klar. Ebenso klar sollte aber sein, dass es sich auch bei der Gleichberechtigung nicht um eine Einbahnstraße nach dem Motto "gleiche Rechte, aber weniger Pflichten" handeln darf.
Ein kleines Gedankenspiel: Man stelle sich vor, es gäbe eine allgemeine Wehrpflicht - aber nur für Frauen. Die Männer könnten direkt nach der Schule studieren oder zu arbeiten beginnen, würden keine Zeit verlieren und noch viel schneller als bisher die Karriereleiter hinaufklettern. Die Frauenrechtlerinnen in diesem Land wären die Ersten, die sich über diese offensichtliche Diskriminierung empören würden.
Wie immer man nun zur allgemeinen Wehrpflicht stehen mag: Wenn es diese für Männer gibt, dann muss es sie auch für Frauen geben. Dass Frauen seit 1998 auch zum Heer dürfen, ist zwar ganz nett, aber von einer echten Gleichberechtigung (der Männer) weit entfernt.
Kontra Frauen im Heer: Wir wär's mit verpflichtender Kinderbetreuung
+++ Frauen zum Heer?
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