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Mit einer geringen Beteiligung an den EU-Wahlen in knapp zwei Wochen ist vor allem in den neuen EU-Ländern zu rechnen. Das hat eine Studie des Wiener Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) ergeben.
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Zur allgemeinen EU-Skepsis, die mehrere Umfragen belegen, kommt hinzu, dass eine Vielzahl von nationalen Wahlgängen die Beteiligung an den Europa-Wahlen hemmen dürfte. Ein weiterer Faktor in den jungen Demokratien ist die zerklüftete Parteienlandschaft.
In der Slowakei etwa stehen nicht weniger als 280 Kandidaten von 18 Listen zur Auswahl. Erwartet wird eine Wahlbeteiligung von 20 bis 25 Prozent. Von April bis Mitte Juni werden in der Slowakei vier Wahlgänge stattgefunden haben, in Litauen drei. Immerhin kandidieren dort auch so klingende Namen Vytautas Landsbergis. Der Ex-Staatspräsident, der als Symbolfigur für die Unabhängigkeit gilt, führt die konservative EU-Kandidatenliste an.
Dass der nationale Wahlkampf auf EU-Ebene fortgesetzt wird, ist in Ungarn ebenfalls zu beobachten. Auch hier mache die "tief gespaltene" politische Landschaft, so der Politologe László Kiss, eine Konsensbildung schwierig - und die EU zu einer "Projektionsfläche".
Mit Ausnahme von Lettland, Tschechien und Malta (11., 12. Juni) finden die Wahlen in allen neuen Mitgliedsländern am 13. Juni statt.
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