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Der Name Zlatan Ibrahimovic ist derzeit in aller Munde - und sogar in aller Finger derjenigen, die’s interessiert. Vergangene Woche wurde dem Stürmerstar, der schon seit 2012 mit dem Verb "zlatanieren" für "stark dominieren" im schwedischen Wörterbuch verewigt ist, eine Internet-Suchmaschine gewidmet. Auf Zlaaatan.com kann jeder einen Begriff eingeben, um Beiträge ausgespuckt zu bekommen, die mit ihm irgendwie in Verbindung stehen. Ibrahimovic dominiert tatsächlich stark - auf dem Feld und abseits davon. Erst am Donnerstagabend verhängte der französische Ligaverband eine Vierspielesperre über den PSG-Angreifer, weil er Frankreich im März nach der 2:3-Niederlage gegen Bordeaux als "Scheißland" bezeichnet haben soll. Und was tat Ibrahimovic seither? Er versuchte sich nach Empörung auch seitens der Politik in einer halbherzigen Entschuldigung ("Ich habe über Fußball und nichts anderes geredet"), spielte - das wird er auch am Samstag im Finale des Liga-Cups gegen Bastia tun, für das die Sperre nicht gilt - und traf wie am Fließband; unter anderem mit einem Doppelpack beim jüngsten 2:0-Sieg Schwedens in der EM-Qualifikation gegen Moldau sowie am Mittwoch mit drei Toren beim 4:1-Sieg PSG’s gegen St. Etienne, mit denen er seinen Verein ins Cupfinale schoss. Der Klub selbst mokiert sich offenbar wenig über die Eskapaden seines Superstars, findige Agenturen ebenso. Als "weltweit bekanntes Idol" lobte ihn Andreas Killander, Betreiber der Suchmaschine. So lange Ibrahimovic nur (sportlichen und/oder kommerziellen) Erfolg bringt, sind jedes Tor und jeder Ausraster gleich recht. Vorbildwirkung war gestern, PR ist alles. Wer suchet, der findet . . . Zlatan. Und seine Art, Kapital zu schlagen.

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