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Wie die Zeit vergeht

Von Stefanie Holzer

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Der kommende Jahreswechsel beschert uns nicht nur tiefschürfende Erkenntnisse manch eines Flachdenkers über die Zeit im allgemeinen und darüber, wie sie vergeht. Wir haben zu allem Überfluss damit

zu Rande zu kommen, dass das Wort "Millennium" häufig nur mit einem N geschrieben wird. Allerdings kann uns das nicht verdrießen, denn wir kommen wegen dieses Jahreswechsels auch · und das macht das

fehlende N mehr als wett · in den Genuss eines herausragenden Zeitgeschichtestenogramms im Radio: Barbara Denscher und Peter Zimmermann zeichnen für die wochentags um 16.25 Uhr auf Ö1 ausgestrahlte

Reihe "Kultur eines Jahrhunderts" verantwortlich. Fünf Minuten lang erklingt mit knappen Moderationstexten aufbereiteter Originalton. Am Mittwoch war das Jahr 1967, als die Salzburger Osterfestspiele

gegründet wurden, an der Reihe. Ich rate dazu, sich den Wecker zu stellen, damit man nichts versäumt.

Weil die Zeit vergeht, schauen manche, um die Orientierung zu behalten, nur nach vorne. Andere aber blicken zurück, um zu sehen, wohin der Weg in die Zukunft führt. Arte zeigte unter dem Motto

"Geschichte am Mittwoch" um 20.45 Uhr eine angenehm konservativ (konservativ heißt hier "Information geht vor Emotionalisierung") gemachte Dokumentation des Konflikts über die Westsahara. Zum

Geschichtsprogramm des Abends trug der ORF einen, im Sinne des oben Gesagten, etwas weniger konservativen Rumänien-Film mit dem Titel "Die Erben des Diktators" von Friedrich Orter bei.