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Wer hätte das gedacht. Nach Jahren, mithin Jahrhunderten der Diskriminierung! Neuerdings erfreut sich die deutsche Sprache eines gewissen Coolness-Faktors. Gut, auf einer Skala von eins bis zehn erreicht sie vielleicht gerade mal eine 3,4. Aber das schlägt um Längen, sagen wir mal Tagalog. Und definitiv Esperanto.
Nachdem sich Deutsch-Erlerner mindestens seit der letzten Lautverschiebung mit Ausreden aus der Affäre ziehen, die Sprache sei so "sperrig". Oder "hart". Gerne wird auch "uncharmant" ins Rennen geworfen. Wenn nicht gleich "faschistisch". Das tut das faule Pack nur, um zu verschleiern, dass es nicht gewillt ist, sich Fragen wie "dass oder das?" zu stellen. Einstellungssache. Man kann ja auch fragen: "Wie scharf kann mein s sein?"
Bereits Lady Gaga hat auf ihrem millionenfach verkauften Album "Born this way" deutsch gesungen. Gut, die Liedzeile lautete irgendwie "Isch lieben aus tubiklär" und der Albumtitel bedeutet auch noch so quasi "Ich kann ja nichts dafür". Aber dennoch dürfte sie eine Trendwende eingeläutet haben. Im amerikanischen TV sprechen nicht mehr nur Nazis Deutsch, sondern auch die Hauptfiguren in angesagten Comedy-Serien wie "30 Rock". Die neueste Entwicklung ist viral, was in dem Fall gut ist. In einer Serie von bizarren Internet-Werbespots für Sandwiches spielt David Hasselhoff seinen eigenen deutschen Cousin Günther. Dabei schaut er ein bisschen wie Waltraud Haas aus und sagt Worte wie "Schnuckelhausen". Was ziemlich wahrscheinlich etwas Unanständiges bedeutet. Es kann nicht mehr lange dauern und Deutsch ist auf der Skala bei 6,7.
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