)
Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 14 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.
Während Schlechtwetter unablässig das Sommerloch füllt, sodass es zum Weinen ist, schenkt uns die Wissenschaft ein paar fröhliche Sonnenstrahlen des Gelächters. Derzeit häufen sich nämlich die Fachpublikationen, die zu akademisch intensiveren Zeiten wohl keinen Eingang in die Journale gefunden hätten.
Kürzlich berichtete ein Online-Medium über eine US-Studie, wonach Menschen mit entsprechenden Genen trotz ungesunden Lebensstils ein biblisches Alter erreichen können. Juhu!, dachten sich die Schnitzelesser unter uns: Ab an den Gasthaustisch. Befragt wurde allerdings ein doch recht elitäres Grüppchen, nämlich 447 Aschkenasim - also Juden Mittel- und Osteuropas, die nicht nur Religion, sondern auch Esskultur verbindet, und zwar ohne Schweinefleisch. Also nichts mit Schnitzel.
Ähnlich selektiv gingen andere Forscher vor, jedoch mit stringenterer Argumentation. Sie nahmen das Lachen unter die Lupe. Allerdings nicht als Balsam für Psyche und Seele, sondern als körperliche Funktion. Ihnen zufolge ist der Akt des Lachens gefährlich, weil dadurch zu viel Luft in die Lunge gelangt. Getestet wurden aber nur Lungenkranke. Ihnen empfehlen die Forscher das verhaltene Lachen britischer Lords.
Sollten Sie an Bronchitis leiden und Ihnen beim Lesen dieser Zeilen ein Lachen entkommen sein, habe ich also Ihre Lebenszeit verkürzt. Falls ich Sie aber gelangweilt habe, bleibt die Frage, ob Gähnen denselben Effekt hat.

)
)
)