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Wien als Hölle?

Von Simon Rosner

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"Wien versucht, jedem Spitzensportler das Leben zur Hölle zu machen", sagt Schwimmer Dinko Jukic. Er kandidiert in Wien für die ÖVP, die Aussage ist also als Wahlkampfslogan und wohl auch mit dem Hintergrund der dauernden Streitigkeiten seiner Trainingsgruppe mit dem Wiener Verband zu verstehen. Spitzensportler leben vom Sport oder versuchen es zumindest. Das ist immer ein Kampf, egal wie groß die Anstrengungen sind. Dennoch ist es nicht die Aufgabe der öffentlichen Hand, den Profisport zu finanzieren. Eine Aufgabe ist, Sportinfrastruktur zu errichten und zu betreiben, da Hallen und Stadien nicht profitabel sind und Private an ihnen deshalb kein Interesse haben. In den letzten 30 Jahren hat Wien nur das Budocenter und die Eishockey-Halle in Kagran erhalten. Das macht Wien nicht zur Hölle, aber ein bisserl wenig ist das schon.