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Wien bleibt "Performance-Kaiser"

Von Werner M. Szabo

Wirtschaft

Am österreichischen Aktienmarkt gab es in der letzten Jännerwoche ein ständiges Auf und Ab, wobei die Stimmung unverändert gut war. Dies äußerte sich einerseits in den nach wie vor hohen Tagesumsätzen und andererseits im vorübergehenden Anstieg des ATX auf ein neues Allzeithoch.


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Gleich zwei Tage hintereinander markierte der Leitindex eine neue Rekordmarke, die nun bei 1.749,12 Punkten liegt. Bei dieser Rekordjagd ist die Luft wohl schon etwas dünn geworden. Auf hohem Niveau haben die Investoren zunächst einmal Gewinne realisiert, wodurch die Kurse etwas zurückgekommen sind. Analysten sind sich nicht mehr ganz einig, ob es nun weiter aufwärts gehen wird, oder ob man sich auf eine Konsolidierung einstellen muss. Ungeachtet dessen hat der Wiener Aktienmarkt seine Stellung als Performance-Kaiser beibehalten. Im ersten Börsenmonat dieses Jahres schaffte der heimische Aktienmarkt ein Plus von 11,3% und lies damit alle wichtigen internationalen Börsen und auch sämtliche europäischen Märkte hinter sich. Der Frankfurter DAX schaffte nur 2,5%, der Dow Jones bewegte sich gerade einmal um plus/minus Null. Nach den enorm hohen Umsätzen in der letzten beiden Wochen haben in der Berichtswoche die Volumina erwartungsgemäß nachgelassen. Die durchschnittlichen Tagesumsätze waren aber mit rund 145 Mill. Euro noch immer beachtlich. Der ATX beendete die letzte Jännerwoche mit 1.720,12 Punkten, ein leichtes Wochenminus von 0,26%. Hingegen ist der ViDX, der die wachstums- und technologieorientierten Werte abbildet, um 3,78% auf 1.039,83 Zähler gestiegen. Auch der WBI als Indikator für den Gesamtmarkt verbesserte sich gegenüber dem Vorwochenschluss um 0,59% auf 687,85 Punkte.

Im prime market kletterten S&T um 29% steil nach oben, was mit den über den Erwartungen gelegenen Zahlen für das 4. Quartal 2003 und dem leicht positiven Betriebsergebnis für das Gesamtjahr begründet wurde. Topcall schafften einen beachtlichen Kursanstieg von 24,5%. Deutlich im Plus auch UIAG (+11,8%), BETandWIN.com (+9%), Constantia-Iso (+8,3%), Rosenbauer (+6,1%) und Flughafen Wien (+5,6%). Constantia-Iso befindet sich nach dem Rückkaufangebot nur noch zu weniger als 10 % in Streubesitz und dürfte nun bald von der Börse zurückgezogen werden. Von den Indexschwergewichten lagen nur BA-CA (+ 4,2%) und OMV (+ 1,6%) im Plus. Telekom Austria, die am 23. Jänner mit 11,51 Euro ein neues historisches Hoch erzielten, bröckelten in der Folge wieder ab und blieben im Wochenabstand weitgehend unverändert. Bei Telekom Austria wird nun viel darüber spekuliert, ob die ÖIAG ihre Anteile über die Börse verkaufen oder an einen strategischen Partner abgeben wird.

Im standard market continuous zündeten die Vorzugsaktien der Wiener Städtischen ein Kursfeuerwerk und kletterten binnen weniger Tage um 32,2%. Verantwortlich dafür war die Ankündigung einer Dividendenerhöhung sowie die Absicht einer stärkeren Börsenpräsenz mit der Ausgabe von Stammaktien im Zuge einer Kapitalerhöhung und die mögliche Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien.