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Wien konsolidiert in der Karwoche

Von Werner Michael Szabó

Wirtschaft

In der Karwoche hat sich der Wiener Aktienmarkt konsolidiert. Wien konnte dem Aufholprozess der internationalen Börsen nicht folgen, hat dies - vergleicht man die Entwicklungen der letzten drei Jahre - aber auch nicht wirklich nötig.


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Seit Mitte April 2000 verlor die New Yorker Börse, gemessen am Dow Jones Industrial Average, 25%. London (FTSE 100) ging um fast 40% zurück und der Dow Jones Euro Stoxx 50, der die Entwicklung der 50 bedeutendsten Unternehmen in der Eurozone widerspiegelt, hat seinen Wert mit minus 55% sogar mehr als halbiert. Der DAX 30 der Deutschen Börse und der Nikkei 225 für den japanischen Aktienmarkt büßten in den letzten drei Jahren sogar mehr als 60% ein. Wien konnte hingegen im gleichen Zeitraum um knapp 5% zulegen. Der jüngst verzeichnete Anstieg der internationalen Börsen wurde vor allem dadurch genährt, dass die Investoren auf eine steigende Konjunktur gegen Ende dieses Jahres setzen. Unterstützung erhielt die wieder gewonnene Zuversicht von durchaus guten Quartalszahlen bedeutender internationaler Konzerne, wie beispielsweise General Motors, IBM, Citigroup, Philips, Adecco, Novartis, etc. In Österreich war die Karwoche arm an Unternehmensnachrichten. Von den ATX-Werten veröffentlichte BWT die endgültigen Zahlen 2002 im Rahmen der Erwartungen.

Der ATX verlor in der Karwoche 1,80% und schloss mit 1.177,54 Zählern. Der ViDX für die wachstums- und technologieorientierten Werte verbesserte sich hingegen um 2,84 % auf 628,69 Punkte, was insbesondere auf die Kursanstiege von BWT, Palfinger und Jenbacher zurückzuführen ist. Der den Gesamtmarkt repräsentierende WBI lag mit 490,51 Zählern um 1,37 % unter dem Vorwochenschluss.

Im prime market waren BWT mit plus 9,6% Gewinner der Woche. Fester präsentierten sich auch Palfinger (+ 5,1%), UIAG (+ 4,7%), Austrian Airlines (+3,6%) und Jenbacher (+2,5 %). die größten Rückgänge verzeichneten RHI (- 5,3%) sowie die beiden Indexschwergewichte OMV (- 4,9%) und Erste Bank (- 4,1%). Bei OMV fehlten nach die Anschlusskäufe. Bei Erste Bank scheint man zu warten, ob sie bei der bulgarischen DSK Bank zum Zug kommt. Im standard market hat BlueBull den Kurs von 0,25 Euro auf 0,90 Euro nahezu vervierfacht. Sehr schwach dagegen Vogel & Noot Vorzug (- 26,4%) und Burgenland Holding (- 15,1%).

Werner M. Szabó ist Redakteur der Zeitschrift bankundbörse