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Wiener Aktienmarkt seitwärts

Von Werner Michael Szabó

Wirtschaft

Vor dem Hintergrund eines ruhigen internationalen Börsenumfeldes hat sich in der letzten Augustwoche auch der Wiener Aktienmarkt wenig verändert. Bei stark schwankenden Tagesumsätzen (zwischen 42 und 92 Mill. Euro bzw. 579 und 1.266 Mill. Schilling) verlief die Kursentwicklung des Gesamtmarktes in ruhigen Bahnen.


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Die zahlreichen Halbjahresergebnisse der Unternehmen sind zwar zumeist sehr gut und teilweise hervorragend ausgefallen, was aber nur in Ausnahmefällen vom Markt honoriert wurde. Sowohl im In- als auch im Ausland stand das Börsegeschehen im Zeichen von Zinsängsten. Letztendlich hat aber die Europäische Zentralbank (EZB) mit einer Anhebung der Leitzinsen um einen Viertel Prozentpunkt nur sehr moderat an der Zinsschraube gedreht. An den Aktienmärkten war danach zwar eine Erleichterung zu spüren, die Börsen reagieren voerst aber nur zögerlich mit anziehenden Kursen. Auch am heimischen Aktienmarkt herrschte zum Wochenausklang ein freundlicher Grundton vor, der wirklich große Sprung ist jedoch ausgeblieben.

Der Leitindex ATX schloß die Berichtswoche mit 1.173,00 Zählern, was im Wochenabstand eine Erhöhung um 0,29% bedeutet. Der den Gesamtmarkt umfassende WBI verbesserte sich um 0,19% auf 491,07 Punkte. Die Wiener Börse ist praktisch mit einem gewissen Respektabstand dem europäischen Trend gefolgt. Der Euro Stoxx legte in der vergangenen Woche um rund 2,6% zu. Die österreichischen New Economy-Werte sind ebenfalls mit einigem Abstand dem europäischen Trend gefolgt, wobei der heimische Wachstumsindex ViDX um 2,9% zugelegt hat.

Im A-Segment sind CyberTron zunächst Achterbahn gefahren, verzeichneten aber im Wochenabstand einen Kursgewinn von 9,4%. Kräftig angezogen haben auch RHI (+6,7%), Erste Bank (+3,5%) und Brau-Union (+3,2%). Erholt zeigten sich auch Libro (+2,8%). Unverständlich scheint der 5,2%ige Rückgang der Flughafen Wien, obwohl die Gesellschaft von einem Rekordergebnis zum anderen eilt. Ebenfalls sehr schwach waren Generali (-5,2%), Wolford (-4,6%), Mayr-Melnhof (-4,0%) und Austrian-Airlines (-3,1%).

Im B-Markt zogen die Rekordzahlen von Palfinger ihre Aktie um 15,4% nach oben. Sehr fest präsentierten sich weiters AvW Invest Stamm (+7,5%), Do & Co (+6,0%), UIAG (+5,6%) und Feratel (+3,8%). Demgegenüber sind Jenbacher um 10,8% eingebrochen. .

Massive Kursausschläge hat es einmal mehr bei den im C-Markt gehandelten kleineren Werten gegeben. So legten Manner um 18,4% zu, Voith Sulzer Stamm um 10,9% und Stadlauer um 10,4%. Kräftig abgesackt sind Schlumberger Stamm (-23,1%), die Hild Kapitalanteilscheine (-13,6%), Viso-Data (-12,3%), Ankerbrot (-12,2%), Messer igm Vorzug (-10,3%), Darbo (-10,2%) sowie Vogel & Noot Stamm (-9,1%).

Bei den an den ausländischen Wachstumsmärkten notierten österreichischen Werten haben YLine mit einem mehr als 30%igen Anstieg ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Sehr fest waren auch Plaut, update.com und Topcall. Demgegenüber gaben BEKO und BLUE C stärker ab.

Werner Michael Szabó ist Redakteur der Zeitschrift bankundbörse.