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Wien. Die "Wiener Zeitung" testete, wie es um das Wissen über Österreich in den Schulen bestellt ist. Acht Lehrer und neun Schüler der Oberstufe des Gymnasiums Ödenburgerstraße in Wien-Floridsdorf wurden mit Fragen konfrontiert, die Einbürgerungswillige vielleicht bald beantworten können müssen: "Wie viele Abgeordnete hat der Nationalrat?" "Wann ist Österreich der EU beigetreten?" "Welche Staatsform hat Österreich?"
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Ein 15-jähriger Schüler glaubte, dass Österreich eine Diktatur sei und nur zwölf Abgeordnete im Nationalrat wären. Konfrontiert mit der Lösung, meinte er: "Ich interessiere mich halt nicht für Geografie und Staatsbürgerkunde, aber die Leute, die in unser Land kommen, sollten so etwas schon wissen." Ein Mädchen (18), das aus den USA kommt, wusste alle Lösungen: "Das Grundwissen über ein Land sollte man schon haben. Man muss über solche politischen Sachen informiert sein."
Vier Schüler konnten alle Fragen beantworten, fünf glänzten nicht: "Mich interessiert das nicht", war die meistgehörte Ausrede.
Die Lehrer haben die Prüfung bestanden. Sie finden einen Staatsbürgerschaftstest durchwegs für sinnvoll. Am allerwichtigsten ist ihnen aber, dass die Menschen die Sprache können: "Sprache ist Voraussetzung für Integration."
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