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Zur Pressekonferenz "Verändern durch Gendern" laden Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und der US-Softwareriese Microsoft heute ins Bundeskanzleramt.
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Präsentiert wird ein Computerprogramm, das Autoren von Texten "eine Hilfestellung für ein geschlechterneutrales Formulieren" bietet. Das heißt: Jedes Mal, wenn die Verfasser von Schriften des Bundeskanzleramtes dem Habitus folgen, nur die männliche Form einzutippen, erinnert eine rot gewellte Linie daran, die weibliche Form hinzuzufügen. Die Texte des Ballhausplatzes sollen künftig stets "Bürgerinnen und Bürger", "Lehrerinnen und Lehrer", oder "WählerInnen" adressieren. Von den Bundesbediensteten abwärts als Vorbild für die Gesellschaft soll ein Bewusstsein für geschlechtsneutrale Sprache bis zur Basis hinuntersickern.
Wie viel der Spaß kostet, wollte das Bundeskanzleramt am Mittwoch nicht eingestehen. Auch nicht, wie viel mehr an Papiermüll die Sache erzeugen würde - immerhin bräuchte eine Tageszeitung, die stets beide Geschlechter nennt, wohl ein paar ausklappbare Seiten. Das echte Missverständnis ist allerdings die Politik der Ministerin. Denn gäbe es endlich gleiche Gehälter für beide Geschlechter und würde die Anzahl von Frauen in gehobenen Positionen steigen bei gleichzeitiger Ausweitung von Kinderbetreuungseinrichtungen, würden wir Frauen sicher weiterhin kein Problem damit haben, Männersprache zu verstehen.
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