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Wirtschaft soll auf das Frauenpotenzial nicht länger verzichten

Von Heike Hausensteiner

Wirtschaft

Damit Frauenförderung in Betrieben kein Lippenbekenntnis bleibt, fordern Arbeiterkammer (AK) und Gewerkschaftsbund legistische Maßnahmen und mehr Bewusstseinsbildung.


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Frauen stellen zwar die Mehrheit der Angestellten in Österreich (von insgesamt 1,4 Millionen rund 56 Prozent), jedoch bekleiden sie nur zu elf Prozent Führungspositionen. Im öffentlichen Dienst

sind es 17 Prozent. Gründe dafür sind laut Renate Csörgits, Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB), "Vorurteile und konservative Denkmuster", wie sie

gestern am Rande des AK-Symposiums "Betriebliche Frauenförderung in Österreich" in Wien erklärte. Frauen übernehmen viel eher als Männer "sozial schlecht abgesicherte" Jobs wie geringfügige

Beschäftigungen (von 191.674 waren es Ende Oktober 137.828) und arbeiten in Niedriglohnbranchen (Pflege, Textil).

Betriebsvereinbarungen zum Thema Chancengleichheit fordern nun die ÖGB-Frauen ebenso wie ausreichende Plätze zur Kinderbetreuung · die immer noch großteils Frauensache ist. Frauenförderpläne sollen

eine "positive Diskriminierung" ermöglichen: Bei der Stellenvergabe sollen Frauen, bei gleicher Qualifikation, so lange bevorzugt werden, bis sie entsprechend repräsentiert sind. AK-Präsident Herbert

Tumpel unterstützt die Forderungen nach einem einkommensabhängigen Karenzgeld und Recht auf Teilzeitarbeit.