Zum Hauptinhalt springen

"Wochenschau" von 1952

Von Anton Silhan

Europaarchiv

Präsentation der neuesten Jahres-DVD. | Filmarchiv arbeitete den Bestand der "Wochenschau" auf. | Wien. (as) Das größtenteils erhaltene Archiv der "Austria Wochenschau" erweist sich als eine zentrale Dokumentation zur österreichischen Zeitgeschichte. Das Filmmaterial wird seit einiger Zeit vom Filmarchiv Austria verwaltet. Um das umfangreiche Archiv der "Wochenschau" auch für die Öffentlichkeit zu erschließen, hat das Filmarchiv eine VHS- und DVD-Serie aufgelegt. Die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Beiträge des TV-Vorläufermediums werden nun in Form von Jahreseditionen veröffentlicht.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 20 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Am Montag ist es wieder soweit: Im Wiener Metro-Kino (1, Johannesgasse 4, um 18 Uhr) wird die DVD des Jahres 1952 vorgestellt. Renate Maragh-Ablinger vom Filmarchiv präsentiert die von ihr aktuell gestaltete Jahresneuausgabe der "Austria Wochenschau".

1999 startete das Filmarchiv Austria aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der "Austria Wochenschau" eine professionelle Aufarbeitung des 1997 ins Filmarchiv eingegliederten Gesamtbestandes. In den Jahreseditionen werden nach und nach die wichtigsten Dokumente und die interessantesten Beiträge der "Wochenschau"-Berichterstattung von den 30er Jahren bis in die 80er Jahre veröffentlicht. Bald werden die "Austria Wochenschau"- Jahreseditionen von 1950 bis 1975 komplett als VHS und DVD vorliegen.

Die Vorgeschichte der "Wochenschau" reicht weit zurück. Die erste österrei chische "Wochenschau" entstand im Ersten Weltkrieg. Alexander Kolowrat, vermögender Aristokrat, war seit 1910 bemüht, das Interesse der Gesellschaftskreise für den österreichischen Film zu wecken. Schon seit 1910 hatte Kolowrat in seiner Firma Dokumentarfilme hergestellt. 1914, zu Beginn des Ersten Weltkriegs, wurde Kolowrat mit der Leitung der Filmexpositur des Kriegspressequartiers betraut. Dort wurden Propagandafilme über die k. u. k. Armee und das Kriegsgeschehen produziert.

Zur selben Zeit startete Oskar Messter in Deutschland seine Reihe "Dokumente zum Weltkrieg", die er ab Oktober 1914 in "Messter-Woche" umbenannte. Kolowrat suchte die Zusammenarbeit mit der Wiener Niederlassung Oskar Messters und initiierte eine österreichische Ausgabe der "Sa scha-Messter-Woche". Da bei de das Kriegsgeschehen zum Inhalt hatten, verschwanden sie zu Kriegsende.

Ein neuerlicher früher Versuch, eine Wochenschau zu etablieren, findet sich zu Beginn der Tonfilmära.