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WU strebt Umzug im Herbst 2011 an

Von Heiner Boberski

Wissen

Neuer Standort soll 2007 geklärt werden. | Wien. Im Herbst 2011 soll das neue Gebäude der Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) bezugsfertig sein, erklärte WU-Vizerektor Horst Breitenstein am Dienstag in einer Diskussion an der WU. Noch im Jahr 2007 sei die Entscheidung über den Standort zu treffen. Über das genaue Vorgehen, bei dem alle universitären Gruppen Mitsprache haben sollen, werde dem Universitätsrat bis Ende März ein Konzept vorliegen. Nach der Standortentscheidung sei an einen Architekturwettbewerb gedacht. Der neue Bau solle nach neuestem Stand der Technik und Ökologie errichtet werden.


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Die WU, so Breitenstein, wolle das Objekt aber nur mieten, ob wie bisher von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) oder einem anderen Bauträger, ließ er offen. Es gebe noch keinerlei Präferenz für einen Standort, einen leichten Vorteil habe wohl ein nicht zu weit vom derzeitigen WU-Gelände entfernter Platz, da man nur schrittweise übersiedeln könne. Eine spätestens 2013 fällige Generalsanierung der gegenwärtigen WU am Liechtenwerder Platz käme auf jeden Fall teurer als ein Neubau.

Für Benedikt Rettenbacher, den Vorsitzenden der Hochschülerschaft an der WU, ist die Notwendigkeit eines Neubaus "mehr als offensichtlich", er nannte mehrere Mängel des heutigen Baus, der "mehr einer Lagerhalle als einer Stätte der Wissenschaft" gleiche. Er wünscht sich, dass in Fokus-Gruppen die Meinung der Studierenden für die Planung des Neubaus eingeholt wird.

Architekt Norbert Erlach, im Auftrag der Stadt Wien mit einer Studie über mögliche Universitätsstandorte betraut, nannte etliche in Frage kommende Plätze für den Bau. Der bisherigen Uni relativ nahe liegen davon die Muthgasse im 19. Bezirk - dort plant schon die Universität für Bodenkultur einen Institutsbau - und das Gelände von Nord- und Nordwestbahnhof über dem Donaukanal. Etliche gut im Rennen liegende Orte befinden sich im 3. beziehungsweise 10. Wiener Gemeindebezirk: der Aspangbahnhof, das Gebiet um den neuen Zentralbahnhof, der Bereich Arsenal sowie bisherige Post- und Siemens-Grundstücke im Raum St. Marx und Erdberg.

Weiters wurden genannt, gelten aber als weniger aussichtsreich: das vielen zu entlegene ehemalige Flugfeld Aspern, die größte freie Baufläche in Wien, und die von Erlach als relativ teuer eingestufte Donauplatte.