Zahl der offenen Stellen auf neuem Allzeithoch

Wirtschaft

Statistik Austria berichtet von 206.500 Vakanzen im Jahresdurchschnitt 2022. Das waren um gut 41 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.


Im Jahresdurchschnitt 2022 haben heimische Unternehmen mit 206.500 offenen Stellen um 41,4 Prozent mehr Vakanzen als im Jahr davor gemeldet. Laut einer Erhebung der Statistik Austria hat sich auch die Suchdauer der Firmen deutlich verlängert und der Anteil der offenen an allen verfügbaren Stellen erhöht.

"Die Zahl der offenen Stellen erreichte im vergangenen Jahr den höchsten bisher aufgezeichneten Wert", so Statistik-Austria-Chef Tobias Thomas in einer Aussendung. "Auch die auf 4,8 Prozent gestiegene Offene-Stellen-Quote – also der Anteil der offenen an allen verfügbaren Stellen – weist auf Engpässe beim Arbeitskräfteangebot hin." Die meisten Jobangebote hat es dabei laut Thomas im Dienstleistungsbereich gegeben. "Aber auch in der Produktion war der Personalbedarf im Vorjahr hoch."

Im Jahresverlauf erreichte das Stellenangebot seinen Höchststand im dritten Quartal mit 218.100 Vakanzen. Im ersten Quartal wurden 202.700 offene Stellen verzeichnet, im zweiten Quartal 206.300 und im vierten Quartal 198.800. Die Offene-Stellen-Quote lag mit durchschnittlich 4,8 Prozent um 1,2 Prozentpunkte über dem Vorjahr 2021 sowie um 1,7 Prozentpunkte über dem Vorkrisenjahr 2019. 63,6 Prozent der Stellen wurden von den Unternehmen auch an das AMS gemeldet.

Mehr offene Stellen gab es in allen Branchen. Die überwiegende Zahl der angebotenen Jobs war mit 83,5 Prozent in Vollzeit ausgeschrieben. Für gut ein Drittel aller offenen Stellen winkte dabei ein monatliches Bruttogehalt von mindestens 2.400 Euro, bei ebenso über einem Drittel lag die Spanne bei 1.700 bis 2.400 Euro. (kle)