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Zentralafrika: Soldadeska vertreibt die Bevölkerung

Von WZ Online

Politik

Mehr als 1.000 Menschen sind in den vergangenen Tagen aus dem Norden der Zentralafrikanischen Republik in den Tschad geflüchtet.


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Mitarbeiter den UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR berichteten am Sonntag, zentralafrikanische Regierungssoldaten hätten aus Wut über ausstehende Soldzahlungen Dörfer im Norden des Landes überfallen und geplündert. Seit Mai sollen bereits etwa 10.000 Zentralafrikaner in den Tschad geflohen sein, wo bereits über 200.000 Vertriebene aus der sudanesischen Krisenregion Darfur leben.

Die Zentralafrikanische Republik, eines der ärmsten Länder der Welt, steht praktisch vor dem Bankrott. Viele Staatsangestellte sind seit geraumer Zeit nicht bezahlt worden, darunter auch die Armee, die Staatspräsident Francois Bozize im Jahr 2003 an die Macht gebracht hatte.