Podcast"zepra" - das Zentrum für Praxisinformation am Wiener Juridicum rekrutiert seit etwas mehr als einem halben Jahr aus Juristen beziehungsweise Jus-Studenten geeignete Experten und Führungskräfte in Partnerunternehmen. Das Career Center verbindet so Universität und Praxis und übernimmt eine Mittlerfunktion zwischen Unternehmen und künftigen Mitarbeitern. Kommenden Donnerstag veranstaltet "zepra" eine "Karriere-Messe" am Juridicum. Dabei werden Unternehmen sich und Karriere-Perspektiven für Juristen präsentieren.
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"Die Universität kann nur Grundwissen vermitteln. Wir übernehmen dann die persönliche Karriereplanung gemeinsam mit der Wirtschaft", sagt "zepra"-Geschäftsführerin Ulrike Wölfl-Schöflinger im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Sie berichtet von einer 95-prozentigen Trefferquote in der Personalvermittlung.
Klug ist, wer sich schon im zweiten Studienabschnitt über seine Karriere Gedanken macht und diese zu planen beginnt. Denn: "Der öffentliche Dienst ist für Juristen zu", so Wölfl-Schöflinger. Also sind Studierende und Absolventen gemeinsam mit Professoren und Assistenten am Juridicum initiativ geworden und haben einen gemeinnützigen Verein gegründet. Ähnliche Zentren für Berufsplanung und -beratung gab es zuvor ja schon an anderen Universitäten.
Was kann "zepra" also jungen Juristen raten? Schon während des Studiums erforderliche Kenntnisse zu beachten und entsprechende Wahlfächer zu belegen. "Skills" wie Informationstechnologie-Kenntnisse oder betriebswirtschaftliches Basiswissen würde von Arbeit suchenden Juristen oft verlangt, so Wölfl-Schöflinger. "Je früher wir die Juristen treffen, umso besser können wir sie daher beraten."
Früh übt sich, wer erfolgreich sein will
Bis zu einem Jahr vor Abschluss des Studiums könnten die Studierenden kommen. Neben der größten Zielgruppe der Juristen betreut "zepra" auch Studenten der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Wien sowie Absolventen von postgradualen Lehrgängen.
Mehr als 500 Kandidaten sind derzeit in der "zepra"- Datenbank gespeichert. Studenten wie Absolventen erhalten eine auf sie zugeschnittene Karriereberatung mit Unterstützung in der Berufswahl sowie in der Bewerbungsphase.
"zepra" kennt die "Unternehmenskultur, die Bedürfnisse und Ansprüche der Unternehmen", erläutert Ulrike Wölfl-Schöflinger, ehemalige Personalchefin bei Renault. Rund 60 Mitglieds- und Partnerfirmen beteiligen sich mittlerweile am Career Center. Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfer zählen ebenso dazu wie internationale Konzerne. Eine Mitgliedschaft kostet 10.000 Schilling im Jahr und umfasst Personalsuche sowie die Vermittlung von Praktikanten. Zudem ermöglicht "zepra" den Partnerunternehmen die Präsentation bei Medienplattformen und Messen oder auf der Website. Fördernde Firmenmitgliedschaften beinhalten eine umfassendere Unternehmensberatung. "Das System ist kostendeckend. Von Profit kann noch keine Rede sein", zieht die "zepra"-Geschäftsführerin Zwischenbilanz.
Die "Karriere-Messe" findet am Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, im Juridicum, Aula, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien statt. Infos unter Tel. 01/4277/35 888 Dw. oder im Internet unter: www.zepra.at/.
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